Baikal/Mongolei - die Höhepunkte

Ausgangspunkt ist Irkutsk – die Perle Sibiriens. Zunächst geht es mit der industriehistorisch einzigartigen Baikalrundbahn am Südwestufer des Baikal entlang in den trubeligen Ferienort Listwjanka, wo die Angara aus dem See herausfließt. Schließlich mit dem Schnellboot auf die landschaftlich spektakuläre Insel Olkhon, zweitgrößte Binneninsel der Welt und Hort der schamanistischen Geister und Mythen.

Zurück in Irkutsk fahren wir weiter mit dem Zug am Südufer des Baikal entlang über Ulan-Ude in die Mongolei. Am Grenzbahnhof Sukhbaatar wartet der mongolische Reisebus. Er bringt uns zu spektakulären Aussichten im Tal von Selenge und Orkhon, zum pittoresken Amarbayasgalant-Kloster und weiter zu den Vulkanlandschaften am Uran Togoo. Von dort lange offroad durch die typischen Wellentäler der mongolischen Steppe zum Weißen See von Tariat und schließlich über das einstige Zentrum des mongolischen Weltreiches in die heutige Metropole Ulaanbaatar.

Termine und Preise ohne Flug

Zur Buchungsanfrage
  • Teilnehmerzahl: 6 bis 12
  • Rail & Fly: 90 Euro
  • Visa-Besorgung Russische Föderation: 110 Euro
  • Einzelzimmerzuschlag: 250 Euro

Pandemiebedingt gelten die Preise ohne Flug und auch terminlich wollen wir uns eine größtmögliche Flexibilität erhalten. Wir sammeln Ihre Wünsche, stimmen diese ab und werde Ihnen selbstverständlich bei der Flugbuchung behilflich sein.

Ebenso müssen wir das Vorhandensein eines Krankenversicherungsschutzes im Zielgebiet zur Voraussetzung einer Teilnahme machen. Gerne vermitteln wir Ihnen geeignete Angebote, die nicht viel kosten und sich in kürzester Zeit abschließen lassen.

Leistungen:

Jeweils zwei Übernachtungen in Mittelklassehotel in Irkutsk und Ulaanbaatar

Fünf Übernachtungen in ortstypischen Gasthäusern russischer Art

Eine Nacht im Zug auf der Transsibirischen bzw. Transmongolischen Eisenbahn

Neun Übernachtungen in mongolischen Ferien- bzw. Jurtencamps

Verpflegung laut Reisebeschreibung. Inkludierte Mahlzeiten sind in den Reiseprogrammen blau markiert.

Deutschsprachige Reiseleitung

Transfers in einem Reisebus mittlerer Größe

Gebühren, Eintrittsgelder, Fahrkarten:

Informationsbroschüre mit Tipps zur Reise (Online-Versand)

Nicht enthalten:

Weitere Mahlzeiten und Getränke (siehe Reiseprogramm), Trinkgelder, Versicherungen, Visa-Gebühren

Zu den Höhepunkten der Reise zählen…

Holzbauviertel Kvartal 130 in IrkutskKrugobaikalskaya (Baikalrundbahn), Angara-Quelle mit Schamanenstein, Freilichtmuseum Talcy, Aussicht vom Cersky-Berg, Schnellboot auf dem Baikal, Schamanenfelsen von Khuzhir, das spektakuläre Nordende Olkhons, Angara-Eisbrecher in Irkutsk, Transsibirische bzw. Transmongolische Eisenbahn von Irkutsk nach Sukhbaatar, Saikhany Khotol-Felsplateau, Kloster Amarbayasgalant, Uran Togoo-Vulkanfeld, Weißer See von Tariat, Tsenkher-Quelle, Erdene-Zuu-Kloster, Övgön-Kloster, Dschingis-Khan-Reiterstandbild, Gandan-Kloster Ulaanbaatar

braun – Bus-Transfer, schwarz – Bahn-Transfer, blau – Schnellboot-Transfer

mögliches Add-on: Drei Tage Moskau.

Wir recherchieren und buchen vor. Sie reisen nach und haben laufend die Möglichkeit, telefonisch oder per Chat um Rat zu fragen.

Flug am Nachmittag zu einem der Moskauer Flughafen (Scheremetjewo, Domodjedowo oder Wnukowo). Mit Flughafenzubringer und Metro zu einem Hotel in der Nähe des Gorki-Parks, der beliebtesten Wohlfühloase der Moskowiter.

  • Tag 1. Spaziergang vom Gorki-Park durch die Innenstadt und den Kreml (letzteres ist nur möglich, wenn das Areal für die Öffentlichkeit zugänglich ist) über den Roten Platz zum Bolshoy-Theater und weiter entlang des herrschaftlichen Twerskaya-Prospekts.
  • Tag 2. Ausflüge zur Lomonossow-Universität und den Sperlingsbergen, der Allsowjetischen Ausstellung VDNKh sowie zum Fernsehturm in Ostankino.
  • Tag 3. Fahrt zum „Weißen Haus“, weiter zum Finanzzentrum mit der europaweit höchsten Dichte an Wolkenkratzern und Ausklang in der Innenstadt ggf. mit einer Bootstour auf der Moskwa. Am frühen Abend mit der S-Bahn zum Flughafen, wo Sie am Gate auf die restliche Reisegruppe treffen werden.

1. Tag

Flug von Berlin über Moskau nach Irkutsk. Ankunft am Vormittag des darauffolgenden Tages.

Sie fliegen entweder mit Aeroflot oder mit Siberian Airlines. Beides sind mittlerweile hochprofessionelle Fluggesellschaften, die den westeuropäischen Carriern in nichts nachstehen. Treffpunkt wird der Flughafen BER sein. Aus anderen Teilen des deutschsprachigen Raums können Anschlussflüge bzw. Rail & Fly-Angebote gebucht werden.

2. Tag

Abholung mit dem Bus und Besichtigung der Innenstadt von Irkutsk. Inklusive Mittagessen. Danach Bezug des Hotelzimmers. Nachmittag zur freien Gestaltung.

Wir kommen am Vormittag am Flughafen Irkutsk an. Sie werden mit dem Bus abgeholt und in die Innenstadt gebracht. Dort können Sie Ihr Gepäck im Hotel abgeben und mit uns auf eine erste Tour durch die historische Hauptstadt Sibiriens gehen. „Paris des Ostens“ und andere Zuschreibungen mögen übertrieben sein, doch Irkutsk ist ganz sicher eine der sehenswerteren Städte des asiatischen Russlands. Malerisch gelegen an der mächtigen Angara und oberhalb des großen Stausees. Es locken prächtige Kirchen, die Promenaden am Angara-Ufer, die vielfach noch erhaltenen bzw. restaurierten Exempel der sibirischen Holzbauarchitektur und vor allem die sehr spezielle Atmosphäre einer sibirischen Metropole.

Übernachtung:  Irkutsk (Hotel)

Essen:                   mittags gemeinsam in einem Restaurant, abends individuell (ggf. mit Beratung).

Höhepunkte: Angara-Promenade, Kasaner Kathedrale, Kvartal 130

3. Tag

Fahrt mit dem Bus zum Bahnhof Sljudjanka (2 h). Reise mit dem Matanya-Zug auf der ursprünglichen Strecke der Transsibirischen Eisenbahn nach Port Baikal  (5 h 30). Von dort mit der Fähre über die Angara-Quelle nach Listwjanka.

Wir müssen heute nicht allzu früh aufbrechen, werden dafür jedoch erst spät an unserem Bestimmungsort eintreffen. Zunächst geht es mit dem Bus in etwa zwei Stunden Fahrt durch die Berge im Vorland des Sajan-Gebirges bevor wir bei Kultuk die Südwestspitze des Baikal erreichen. Ein paar Kilometer weiter in Sljudjanka hält montags, donnerstags, freitags und sonntags gegen 14 Uhr der Matanya-Zug, der auf der Baikalrundbahn (Krugobaikalskaya) bis zum Angara-Abfluss bei Port Baikal verkehrt. Die Krugobaikalskaya ist eigentlich keine Rundbahn um den See, sondern nur eine Passage an dessen Südwestufer. Dafür allerdings der technisch anspruchsvollste und teuerste Abschnitt der gesamten Transsibirischen Eisenbahn.

Die Bauarbeiten auf der knapp 90 Kilometer langen Strecke begannen im Jahre 1902 und wurden trotz des zeitgleich tobenden Russisch-Japanischen Krieges nahezu planmäßig abgeschlossen. Sämtliches Material musste über den See herangeschafft werden und jeder einzelne Streckenkilometer erforderte etwa eine Wagenladung Sprengstoff. Mit der Errichtung des Irkutsker Staudamms verschwanden die Gleise entlang der Angara allerdings im Wasser, sodass die Strecke zwischen Kultuk und dem Angaraabfluss zur Sackgasse mutierte.

Zunächst sollten die Gleise zurückgebaut werden, was jedoch angesichts ihrer industriegeschichtlichen Relevanz später revidiert wurde. Dies vollkommen zurecht, denn die Baikalrundbahn ist ein einzigartiges Exempel russischer Ingenieurskunst. Die Zahl der Tunnel liegt bei 38 mit einer Gesamtlänge von knapp zehn Kilometern. Der längste ist der Polovinny-Tunnel mit 800 Metern. Daneben werden 18 Galerien, 248 Brücken und 268 Schutzwände durchfahren, was bis heute in ganz Russland ohne Beispiel ist.

Neben der technischen Meisterleistung bietet eine Fahrt mit dem Matanya-Zug atemberaubende Ausblicke auf den Baikal, dessen Buchten und die Gebirge drumherum. Weil die Gleise sehr alt sind und überall Erdrutsche abgehen können, ist die Geschwindigkeit äußerst gering, sodass für die knapp 90 Kilometer mehr als fünf Stunden benötigt werden.

In Port Baikal geht es mit einer Fähre auf die andere Seite des Angara-Abflusses nach Listwjanka, wo unser Bus samt Ihren Koffern warten wird.

Übernachten werden wir in einem gemütlichen Hotel unweit vom Baikalufer.

Übernachtung: Listwjanka (Gasthaus)

Essen:                  Frühstück im Gasthaus, mittags kleiner Imbiss an der Bahnstation Kultuk, abends gemeinsam in Listwjanka.

Höhepunkte: Kultuk, Krugobaikalskaya, Angara-Quelle, Listwjanka

4. Tag

optional: Ausflug ins Freilichtmuseum von Talcy 30 Minuten westlich von Listwjanka. Auf der Rückfahrt Seilbahn auf den Cersky-Berg mit Blick auf den Abfluss der Angara aus dem Baikal.

Wir lassen Ihnen die Wahl. Entweder Sie verlustieren sich in Listwjanka oder aber Sie kommen mit uns ins Freilichtmuseum von Talcy. Der Tag reicht aber locker auch für beides. Bis nach Talcy sind es nur 30 Minuten auf gut ausgebauter Straße immer entlang der Angara. Hier können Sie in malerischer Umgebung die Siedlungsgeschichte Sibiriens und seiner Völker nachvollziehen. Mit originalgetreuen Rekonstruktionen historischer Bauten.

In Listwjanka lohnt sich die Seilbahn auf den Cersky-Berg, von dessen Gipfel sich das gesamte Panorama des Angara-Abflusses mit dem Schamanenstein in dessen Mitte überblicken lässt.

Übernachtung: Listwjanka (Gasthaus)

Essen:                  Frühstück im Gasthaus, mittags individuell (ggf. mit Beratung), abends individuell (ggf. mit Beratung)

Höhepunkte: Freilichtmuseum Talcy, Seilbahn auf den Cersky-Berg, Listwjanka

5. Tag

Wenn möglich, mit dem Schnellboot Kometa auf die Insel Olkhon (4 h). Dort Abholung von der Bucht Zagli und Transfer nach Khuzhir (30 Minuten). Auf dem Weg Stopp am Kap Khargoi. Nach der Ankunft in Khuzhir Besichtigung der Schamanenfelsen.

Wenn das Schnellboot nicht fahren sollte, geht es mit dem Bus auf die Insel bzw. in deren Hauptort Khuzhir (5 h 30).

Olkhon ist eine der größten Binneninseln der Welt und das schamanistische Kraftzentrum ganz Sibiriens. Hier treffen ganz unterschiedliche Landschaftstypen und Vegetationszonen aufeinander. Von der Steppe über die Taiga bis zur Bergtundra. Die Küstenlinie ist schlicht spektakulär.

Das Schnellboot Kometa fährt immer freitags und sonntags und in der Hochsaison auch mittwochs von Listwjanka nach Olkhon. Und zwar schneller als der Matanya-Zug ein paar Tage zuvor. Schon mittags werden sie an der Zagli-Bucht auf der Südseite der Insel ankommen. Die Koffer werden ihnen mit etwas Verspätung ins Quartier nachfolgen.

Vom Anleger im Süden der Insel sind es noch 30 Minuten bis Khuzhir, dem Hauptort Olkhons. Auf dem Weg dorthin werden wir das Kap Khargoy besichtigen, wo eine große antike Steinmauer von der langen Siedlungsgeschichte der Region kündet. Ganz nebenbei erhaschen wir einen ersten Blick auf das Kleine Meer, die vergleichsweise seichte Baikalbucht, welche die Insel Olkhon vom Westufer des Baikal trennt.

In Khuzhir beziehen wir wieder ein Gasthaus und können einen ersten Spaziergang zum Schamanenfelsen unternehmen, dem wichtigsten Heiligtum der Insel.

Übernachtung: Khuzhir (Gasthaus)

Essen:                  Frühstück im Gasthaus, mittags gemeinsam, abends individuell (ggf. mit Beratung)

Höhepunkte: Schnellboot über den Baikal, Kap Khargoy, Schamanenfelsen

6. Tag

Ganztägige Exkursion in den landschaftlich beeindruckenden Norden der Insel Olkhon.

Wir befahren spektakuläre Wege, die sich nur mit geländegängigen Fahrzeugen bewältigen lassen. Es geht zum Felsen der drei Brüder und weiter an die spektakuläre Nordspitze der Insel – die Mys Khoboi. Zurück fahren wir an der Ostküste zum offenen Baikal entlang. Über die Mys Shunte Levy und die Wetterstation Uzur. Die weiten Blicke und insbesondere die spektakulären Küstenabschnitte werden Sie beeindrucken. Mit etwas Glück lassen sich die überaus seltenen Baikalrobben blicken und zum Picknick wird eine kräftige Fischsuppe aus dem endemischen Omul-Fisch gereicht.

Nicht weit vom Mys Khoboi liegt die mit 1.700 Metern tiefste Stelle des Sees. Zugleich ist der Baikal hier besonders breit, sodass wir nur bei äußerst klarem Wetter die Halbinsel Svyatoi Nos auf der anderen Seite erblicken können.

Übernachtung: Khuzhir (Gasthaus)

Essen:                  Frühstück im Hotel, mittags Picknick im Norden der Insel, abends individuell (ggf. mit Beratung)

Höhepunkte: Mys Tsagaan-Khushun (drei Brüder), Mys Khoboi, Mys Shunte Levy, Wetterstation Uzur

7. Tag

optional: Fahrt zur 25 Kilometer nördlich von Khuzhir gelegenen Nyurgan-Bucht mit ihren unendlichen Sandstränden.

Wir lassen Ihnen die Wahl. Gerne laden wir Sie ein, mit uns zur malerischen Nyurgan-Bucht 25 Kilometer nördlich von Khuzhir zu kommen und sich dort bei passendem Wetter Strand- und Badefreuden hinzugeben. Das „Kleine Meer“, welches die Insel vom westlichen Seeufer abschneidet, ist deutlich flacher als der offene Baikal, weshalb sich das Wasser in den Sommermonaten stärker aufheizt als an vielen anderen Baikal-Stränden. Dazu endlose Sanddünen mit vereinzeltem Kiefernbewuchs.

Natürlich können Sie den freien Tag auch dazu nutzen, die Gegend rund um den Hauptort Khuzhir auf eigene Faust zu erkunden.

Übernachtung: Khuzhir (Gasthaus)

Essen:                  Frühstück im Gasthaus, mittags Picknick am Strand, abends individuell (ggf. mit Beratung)

Höhepunkte: Nyurgan-Bucht, Mys Sasa

8. Tag

Rückfahrt nach Irkutsk (5 h).

Nun geht es wieder zurück in die informelle sibirische Hauptstadt. Nach etwa einer halben Stunde erreichen wir mit der Fähre das Festland, weitere vier Stunden später fahren wir in Irkutsk ein, wo wir ein Hotel in der Innenstadt beziehen.

Den Abend können Sie selbst gestalten, wobei wir Ihnen natürlich behilflich sein werden.

Übernachtung: Irkutsk (Hotel)

Essen:                  Frühstück im Gasthaus, mittags individuell (ggf. mit Beratung), abends individuell (ggf. mit Beratung)

Höhepunkte: Olkhon-Fähre

9. Tag

optional: Ausflug zu den Inseln der Jugend, zum Eisbrecher Angara und zum Damm des Irkutsker Stausees.

Nachdem wir am ersten Tag die Innenstadt besichtigt haben, geht es nun in die Peripherie. Zunächst spazieren wir inmitten der Angara über die Inseln der Jugend, dem wichtigsten Naherholungsgebiet der Irkutsker. Mit Parks, etlichen Wasserläufen, Brücken, Ausflugsrestaurants und sogar einer Kindereisenbahn.

Wieder zurück auf dem Festland fahren wir mit dem Bus zum Damm des Angara-Stausees, wo sich ein eindrucksvoller Blick auf die riesige Wasserfläche bietet. Direkt unterhalb des Damms liegt der Eisbrecher Angara, welcher vor der Fertigstellung der Transsibirischen Eisenbahn als Lückenschluss zwischen Irkutsk und der auf der anderen Seeseite gelegenen Siedlung Mysovaya diente. Die Bauteile dieser eisbrechenden Eisenbahnfähre wurden dereinst aus Großbritannien geliefert und direkt am See zusammengesetzt. Es ist ein Monument des technologischen Pioniergeists an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert.

Am späten Abend fahren wir zum Bahnhof, wo wir einen Zug in Richtung Mongolei besteigen werden.

Übernachtung:  Irkutsk-Sukhbaatar (Zug)

Essen:                  Frühstück im Hotel, mittags kleiner Imbiss auf den Inseln der Jugend, abends im Zug individuell (ggf. mit Beratung).

Höhepunkte: Inseln der Jugend, Irkutsker Stausee, Angara-Eisbrecher

10. Tag

Fahrt auf der Transsibirischen und ab Ulan-Ude auf der Transmongolischen Eisenbahn nach Sukhbaatar (ca. 18 h). Ankunft am Nachmittag.

Die Abteile haben jeweils zwei Doppelstockbetten. Hier werden wir in den kommenden 18 Stunden zu Hause sein. Leider verstellt uns während der knapp 200 Kilometer langen Passage am Südbaikal die dunkle sibirische Nacht die Sicht, doch immerhin erhalten wir einen Eindruck vom Lauf der Selenge und der weiten burjatischen Hügelsteppe – ein erster Vorgeschmack auf die Landschaften der Mongolei.

In unserem Waggon tauchen wir ein in die außerordentlich entspannte russische Reisekultur. Wir verpflegen uns mit Mitgebrachtem und genießen ansonsten die sibirische Eisenbahnromantik.

An der Station Naushki erfolgt die russische Grenzabfertigung. Probleme sind kaum zu erwarten, doch es dauert halt seine Zeit. Dann setzt sich der Zug wieder in Bewegung, wird nach etwa fünf Kilometern den Grenzstein zur Mongolei passieren und weitere 15 Kilometer später in den mongolischen Grenzbahnhof Sukhbaatar einfahren. Hier müssen wir noch die mongolische Abfertigung über uns ergehen lassen, bevor wir den Zug endlich verlassen dürfen.

Auf dem Bahnhofsvorplatz wartet ein Bus, der uns zu einem Feriencamp unmittelbar an der russischen Grenze bringen wird. Direkt am Bahnhof haben Sie die Möglichkeit, Euro bzw. Rubel gegen mongolische Tugrik einzutauschen.

Übernachtung:  Sukhbaatar (Feriencamp)

Essen:                  Frühstück und Mittag Selbstversorgung, abends gemeinsam.

Höhepunkte: Selenge, Ulan-Ude, russ.-mong. Grenze, Transsibirische Eisenbahn, Transmongolische Eisenbahn

11. Tag

Besichtigung der Felsen von Saikhany Khotol sowie des Eej Mod (Mutterbaum). Weiterfahrt zum Kloster Amarbayasgalant (3 h 30).

Wir sind in der Mongolei, wo die undurchdringliche Taiga allmählich in weite Steppenlandschaft übergeht. Wo die jahrtausendealte Nomadenwirtschaft eine Kultur geprägt hat, die in ihrer Vielschichtigkeit und Vitalität weltweit einzigartig ist.

Bei aller Begeisterung werden wir uns aber auch damit arrangieren müssen, dass das Reisen in diesen Weiten mitunter recht beschwerlich und zeitaufwendig sein kann.

Nach dem Frühstück bringt uns der Bus auf das nahegelegene Felsplateau von Saikhany Khotol, wo sich aus großer Höhe nachvollziehen lässt, wie sich die beiden längsten mongolischen Flüsse – Selenge und Orkhon – kurz vor der russischen Grenze vereinigen. Danach stoppen wir am Eej Mod (Mutterbaum), einem der wichtigsten schamanistischen Heiligtümer des Landes und machen uns anschließend auf den Weg zum buddhistischen Kloster Amarbayasgalant.

Zunächst befahren wir über knapp hundert Kilometer die durchgehend asphaltierte Straße zwischen der russischen Grenze, Ulaanbaatar und China. Kurz hinter der Bergbaustadt Darkhan biegen wir nach rechts auf eine ebenfalls asphaltierte Straße ein, auf der wir nach weiteren hundert Kilometern den Abzweig zum Kloster Amarbayasgalant erreichen. Von hier müssen noch 30 Kilometer offroad bewältigt werden. Insgesamt werden wir etwa vier Stunden unterwegs gewesen sein.

Amarbayasgalant ist die letzte Ruhestätte von Zanabazar, dem Begründer des mongolischen Buddhismus. Das Kloster wurde unter Stalins mongolischen Marionetten komplett dem Erdboden gleichgemacht, ist seit 1990 jedoch teilweise wiederaufgebaut worden. Es ist neben dem Kloster Erdene-Zuu in Kharkhorin und dem Gandan-Kloster in Ulaanbaatar die wichtigste Stätte des mongolischen Buddhismus.

Ein buddhistisches Kloster, Offroad-Pisten, Viehherden und gleichförmige grüne Wellentäler. Da passt es ins Bild, dass wir nun erstmals in einer mongolischen Jurte übernachten. Die überall im Land aus dem Boden sprießenden Jurtencamps sind eine authentische, effiziente und naturnahe Form der Unterkunft und werden uns auf der gesamten Mongolei-Reise bis nach Ulaanbaatar begleiten.

Übernachtung: Amarbayasgalant (Jurtencamp)

Essen:                  Frühstück im Feriencamp, mittags Imbisslokal an der Strecke, abends im Jurtencamp

Höhepunkte: Saikhany Khotol, Eej mod (Mutterbaum), Darkhan, Kloster Amarbayasgalant

12. Tag

Fahrt nach Uran Togoo (4 h).

Wir kämpfen uns wieder zurück auf die asphaltierte Straße und befahren sie etwa 200 Kilometer in Richtung Westen. Auf dem Weg passieren wir mit Erdenet die zweitgrößte Stadt der Mongolei, wo wir unsere Vorräte aufstocken werden.

Im Bulgan-Aimak erreichen wir das Uraan-Togoo-Vulkanfeld, wo wir ein weiteres Jurtencamp beziehen. Die Krater sind schon lange nicht mehr aktiv und teilweise sogar an ihren Innenseiten bewachsen. Sie erheben sich nur wenige Meter aus der übrigen Landschaft und können mühelos bestiegen werden.

Übernachtung: Uran Togoo (Jurtencamp)

Essen:                  morgens im Jurtencamp, mittags Imbiss an der Strecke, abends im Jurtencamp

Höhepunkte: Erdenet, Uran Togoo

13. Tag

optional: Ausflug zum Dorf Khutag Undur an die Auen der Selenge (2 h).

Wir fahren etwa eine Stunde bis zu einer Brücke über die Selenge, den längsten Fluss der Mongolei. Die weiten Auen laden zum Verweilen ein und wir genießen einen ruhigen Tag in den grünen Wellentälern des mongolischen Nordens.

Übernachtung: Uran Togoo (Jurtencamp)

Essen:                  morgens im Jurtencamp, mittags in Khutag Undur, abends im Jurtencamp

Höhepunkte: Selenge, Khutag Undur

14. Tag

Fahrt zum Terkhiin Tsagaan-See in Tariat (7 h).

Wir bemühen uns ja, Ihnen die Reise so komfortabel wie möglich zu gestalten, doch dieses Mal gibt es keinen anderen Weg. Die Infrastruktur in diesem extrem dünn besiedelten Land ist nun einmal katastrophal und ein wenig Beschwernis gehört zu jedem Abenteuer. Wir strapazieren also Ihr Sitzfleisch und durchqueren über mehr als 200 Kilometer offroad die liebliche Hügelsteppe.

Für Ihre Geduld werden Sie mit atemberaubenden Ausblicken auf Wiesen voller Edelweiß, auf Viehherden und wildromantische Berglandschaften entlohnt, mehrere Flussdurchquerungen inklusive. Am frühen Nachmittag werden wir an geeigneter Stelle ein kleines Picknick abhalten.

Das ist alles wunderschön, aber ganz sicher werden Sie auch etwas erleichtert sein, wenn wir in der Nähe der Siedlung Teel wieder eine asphaltierte Straße erreichen werden. Von hier sind es noch etwa hundert Kilometer bis zum Weißen See von Tariat, wo wir unser nächstes Jurtencamp beziehen.

Übernachtung:  Am Terkhiin Tsagaan-See (Jurtencamp)

Essen:                  morgens im Jurtencamp, mittags Picknick in den Bergen, abends im Jurtencamp

Höhepunkte: Ikh Nuur, Chanul-Fluss, Terkhiin-Tsagaan-See

15. Tag

optional: Besichtigung des Terkhiin Tsagaan-Sees und des Khorgo-Kraterfeldes.

Der Terkhiin Tsagaan-See von Tariat sowie das direkt östlich anschließende Khorgo-Vulkanfeld gehören zu den landschaftlichen Höhepunkten jeder Mongolei-Reise.

Insgesamt bedeckt der Nationalpark eine Fläche von fast 800 Quadratkilometern. Der Khorgo-Krater kann problemlos bestiegen werden und ist nach fast achttausend Jahren Schlaf sogar im Inneren teilweise mit Wald bewachsen. Der Vulkan wird zwar mit einer Höhe von 2.240 Metern angegeben, überragt seine unmittelbare Umgebung jedoch nur um etwas mehr als hundert Meter.

Wir lassen den Bus heute mal stehen und erschließen uns zu Fuß die Schönheiten des Nationalparks. Wenn Sie jedoch lieber am Strand mit seinen markanten Basaltsäulen ausspannen wollen, ist das natürlich auch kein Problem.

Der Terkhiin Tsagaan-See von Tariat sowie das direkt östlich anschließende Khorgo-Vulkanfeld gehören zu den landschaftlichen Höhepunkten jeder Mongolei-Reise.

Insgesamt bedeckt der Nationalpark eine Fläche von fast 800 Quadratkilometern. Der Khorgo-Krater kann problemlos bestiegen werden und ist nach fast achttausend Jahren Schlaf sogar im Inneren teilweise mit Wald bewachsen. Der Vulkan wird zwar mit einer Höhe von 2.240 Metern angegeben, überragt seine unmittelbare Umgebung jedoch nur um etwas mehr als hundert Meter.

Wir lassen den Bus heute mal stehen und erschließen uns zu Fuß die Schönheiten des Nationalparks. Wenn Sie jedoch lieber am Strand mit seinen markanten Basaltsäulen ausspannen wollen, ist das natürlich auch kein Problem.

Übernachtung: Am Terkhiin Tsagaan-See (Jurtencamp)

Essen:                  morgens im Jurtencamp, mittags Picknick im Nationalpark, abends im Jurtencamp

Höhepunkte: Terkhiin-Tsagaan-See, Khorgo-Vulkanfeld, Suman-Fluss

16. Tag

Fahrt nach Tsenkher zur gleichnamigen heißen Quelle (3 h 30).

Wir fahren durch die Arkhangai-Provinz, die in der Mongolei für ihre lieblichen Landschaften und das milde Klima gerühmt wird. Wobei Letzteres relativ zu betrachten ist, denn auch im Aimakzentrum Tsetserleg sinkt das Thermometer nicht selten auf unter minus 20 Grad, nur halt nicht so häufig, wie anderswo in diesem kalten Land. Die Sommer sind dagegen äußerst angenehm, mit ausreichend Niederschlag und milder als beispielsweise in den südmongolischen Wüstenprovinzen.

Von Tariat aus fahren wir 170 Kilometer Richtung Osten, um im Aimakzentrum Tsetserleg zunächst das Zayan Geegeen-Kloster zu besichtigen und danach in eine Piste einzubiegen, die nach 20 Kilometern Fahrt durch die Berge die heiße Quelle von Tsenkher erreicht. Insgesamt werden wir etwa dreieinhalb Stunden unterwegs gewesen sein. Auf dem Weg stoppen wir am Teel-Felsen sowie am Canyon des Suman-Flusses.

An der Quelle beziehen wir wieder ein Jurtencamp, wo uns ein speziell mongolisches Badevergnügen erwartet. Das Thermalwasser soll gegen allerhand Wehwehchen helfen und wird in überdachte Baracken geleitet, die nach Geschlechtern getrennt sind.

Übernachtung:  Tsenkher (Jurtencamp)

Essen:                  morgens im Jurtencamp, mittags Imbiss an der Strecke, abends im Jurtencamp

Höhepunkte: Teel-Felsen, Suman-Canyon, Tsetserleg, Tsenkher-Quelle

17. Tag

Fahrt ins Orkhon-Tal mit der alten Hauptstadt Kharkhorin und dem Kloster Erdene-Zuu (2 h).

Wir befinden uns nun auf der Zielgerade einer langen Reise von Irkutsk über den Baikal durch die Nord- und Zentralmongolei bis nach Ulaanbaatar. Heute fahren wir durch das Orkhon-Tal, das einstige Zentrum des mongolischen Weltreiches und eine Herzkammer der mongolischen Kultur.

Von der Tsenkher-Quelle kämpfen wir uns zunächst offroad durch die Berge zurück auf die asphaltierte Straße, die wir nach 25 Kilometern bei der Siedlung Altan-Ovoo erreichen.

Von dort sind es etwa hundert Kilometer in die alte Hauptstadt Kharkhorin. Die Stadt selbst ist eine unscheinbare Brettersiedlung, doch immerhin kündet das Erdene-Zuu-Kloster noch etwas von der vergangenen Pracht. Von einem Berg in der Nähe erhalten wir an einem Panaromabild einen Eindruck vom weiten Tal des Orkhon, an dem dereinst die Weltgeschicke bestimmt wurden und wo wir inmitten weiter Landschaft unser Jurtencamp beziehen werden.

Übernachtung:  Orkhon-Tal (Jurtencamp)

Essen:                  morgens im Jurtencamp, mittags an der Strecke, abends im Jurtencamp

Höhepunkte: Kharkhorin, Erdene-Zuu-Kloster, Panoramabild der drei mongolischen Großreiche

18. Tag

Fahrt zum Khogno-Khan Uul und zum Övgön-Kloster (1 h 30).

Heute steht mit knapp anderthalb Fahrtstunden eine recht kurze Etappe an. Es geht zu den Elsen-Tasarkhai-Sanddünen in den nördlichen Ausläufern der Wüste Gobi. In der Nähe besuchen wir das nach der politischen Transformation der 1990er Jahre reaktivierte Övgön-Kloster und genießen unseren letzten Tag in der mongolischen Weite.

Übernachtung:  Am Khugnu-Khan-Uul (Jurtencamp)

Essen:                  morgens im Jurtencamp, mittags in Kharkhorin, abends im Jurtencamp

Höhepunkte: Övgön-Kloster, Elsen-Tasarkhai-Sanddünen

19. Tag

Fahrt über das Reiterstandbild Dschingis Khans nach Ulaanbaatar (6 h 30).

Wir können wir die ersten Blicke auf Ulaanbaatar werfen, lassen die mongolische Kapitale aber zunächst links liegen. 50 Kilometer östlich von Ulaanbaatar erhebt sich inmitten der weiten Steppe das größte Reiterstandbild der Welt. Vom Schweif des Pferdes ergibt sich ein wunderbarer Blick über die umgebende Landschaft. Drumherum bieten die Nomaden der Region zahlreiche touristische Dienstleistungen an. Die Herstellung des mongolischen Nationalgetränks Airag (vergorene Stutenmilch), Reiten, mongolisches Bogenschießen und weiteres mehr.

Zurück in Ulaanbaatar beziehen wir ein Mittelklassehotel im Zentrum der Stadt. Ganz in der Nähe des Sukhbaatar-Platzes, den wir bei der Gelegenheit gleich besichtigen.

Den Abend haben Sie zu Ihrer freien Verfügung und gerne beraten wir Sie, welche Lokalitäten lohnend sind und wie Sie ohne größeres Risiko hin- und wieder zurückkommen.

Übernachtung: Ulaanbaatar (Hotel)

Essen:                  morgens im Jurtencamp, mittags an der Strecke, abends individuell (ggf. mit Beratung)

Höhepunkte: Dschingis-Khan-Reiterstandbild, Sukhbaatar-Platz

20. Tag

die Sehenswürdigkeiten von Ulaanbaatar.

Wir fahren zunächst zum Chojin-Lamyn-Tempel südlich der Innenstadt und spazieren von dort zum Sukhbaatar-Platz, dem politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Zentrum der Mongolei. Danach fahren wir zum Gandan-Kloster mit seiner riesigen Avalokiteshvara-Statue, die die Gesichtszüge des letzten Bogd Khan trägt. Den Nachmittag haben Sie zu Ihrer freien Verfügung und am Abend laden wir Sie ein auf den Zaisan, den Berg mit dem Kriegerdenkmal ganz im Süden Ulaanbaatars, wo sich ein wunderbarer Blick auf die mongolische Hauptstadt bietet und wir in einem gemütlichen Ausflugslokal zu Abend essen.

Übernachtung: Ulaanbaatar (Hotel)

Essen:                  morgens im Hotel, mittags individuell (ggf. mit Beratung), abends gemeinsam am Zaisan.

Höhepunkte: Chojin-Lamyn-Kloster, Sukhbaatar-Platz, Gandan-Kloster, Zaisan-Kriegerdenkmal

21. Tag

Rückflug mit MIAT nach Deutschland

Am frühen Morgen hebt unser Flieger ab. Wir reisen mit der mongolischen Airline MIAT, die in der Regel einen Zwischenstopp in Moskau einlegt. Aufgrund der Zeitverschiebung werden wir noch am gleichen Tag in Deutschland ankommen.

Wir hoffen, dass wir Ihnen bleibende Momente am Baikal und in der Mongolei beschert haben und Sie die Kunde vom landschaftlichen und kulturellen Reichtum dieser Weltregion zurück in die Heimat tragen.

Essen:                  morgens im Hotel, ansonsten Versorgung durch die Fluggesellschaft.