Russischer Altai, Westmongolei und weiter nach Ulaanbaatar

Nach der Ankunft in Gorno-Altaisk machen wir zunächst einen Abstecher zum Telezker See. Zusammen mit dem Baikal Teil des Eurasischen Grabenbruchs, kristallklar, sehr tief und umgeben von wilden Bergen. Danach auf den Chujsker Trakt in Richtung Mongolei. Vorbei an Wasserfällen, grünen Tälern, Gletscherzungen, Bergseen und Marslandschaften über den Kamm des Altai in den Regenschatten des Gebirges. Wir sind nun im Grenzland, das allerdings auf beiden Seiten mehrheitlich von Kasachen bewohnt wird.

Die westmongolische Senke der Großen Seen gehört zu den spektakulärsten Naturräumen überhaupt. Klima und Landschaft sind extrem. Nirgendwo auf der Welt ist die Amplitude zwischen Sommer und Winter so groß wie hier. Vom Uws- an den Khyargas-See, weiter zum Telmen-See, um bei Tariat die Khangai-Berge und damit das mongolische Herzland zu erreichen. Ulaanbaatar ist nun nicht mehr weit. Auf dem Weg dorthin besuchen wir eine heiße Quelle, passieren die alte mongolische Hauptstadt Kharkhorin und erleben nahe dem Ovgon-Kloster die nördlichen Ausläufer der Wüste Gobi.

Am Ende einer langen und erlebnisreichen Reise stehen die Höhepunkte der mongolischen Hauptstadt Ulaanbaatar.

Termine und Preise inkl. Flug

Zur Buchungsanfrage
  • Teilnehmerzahl: 6 bis 12
  • Rail & Fly: 90 Euro
  • Visa-Besorgung Russische Föderation: 110 Euro
  • Einzelzimmerzuschlag: 250 Euro

Pandemiebedingt gelten die Preise ohne Flug und auch terminlich wollen wir uns eine größtmögliche Flexibilität erhalten. Wir sammeln Ihre Wünsche, stimmen diese ab und werde Ihnen selbstverständlich bei der Flugbuchung behilflich sein.

Ebenso müssen wir das Vorhandensein eines Krankenversicherungsschutzes im Zielgebiet zur Voraussetzung einer Teilnahme machen. Gerne vermitteln wir Ihnen geeignete Angebote, die nicht viel kosten und sich in kürzester Zeit abschließen lassen.

Leistungen:

Jeweils zwei Übernachtungen in einem Mittelklassehotel in Ulaangom und in Ulaanbaatar, jeweils eine in Gorno-Altaisk und Olgii. Sechs Übernachtungen in ortstypischen Gasthäusern russischer Art. Acht Übernachtungen in mongolischen Jurtencamps.

Verpflegung laut Reisebeschreibung

Deutschsprachige Reiseleitung

Transfers in einem Reisebus mittlerer Größe

Gebühren, Eintrittsgelder, Fahrkarten

Informationsbroschüre mit Tipps zur Reise (Online-Versand)

Nicht enthalten:

Weitere Mahlzeiten und Getränke (siehe Reiseprogramm), Trinkgelder, Versicherungen, Visa-Gebühren

Zu den Höhepunkten der Reise zählen…

Altai-Nationalmuseum Gorno-Altaisk, Telezker See mit Korbu-Wasserfall, Karakol-Tal, Ilgumen-Wasserfall, Kalbak-Tash-Höhlen, Ak-Tru-Gletscher, Marslandschaft von Kyzyl Chin, mong.-russ. Grenze, Uureg-See, Uws-See, Khyargas-See, Telmen-See, Weißer See von Tariat, Tsenkher-Thermalquelle, Erdene-Zuu-Kloster, Övgön-Kloster, Dschingis-Khan-Reiterstandbild, Gandan-Kloster.

braun – Bus-Transfer, blau – Schnellboot-Transfer

mögliches Add-on: Drei Tage Moskau.

Wir recherchieren und buchen vor. Sie reisen nach und haben laufend die Möglichkeit, telefonisch oder per Chat um Rat zu fragen.

Flug am Nachmittag zu einem der Moskauer Flughafen (Scheremetjewo, Domodjedowo oder Wnukowo). Mit Flughafenzubringer und Metro zu einem Hotel in der Nähe des Gorki-Parks, der beliebtesten Wohlfühloase der Moskowiter.

  • Tag 1. Spaziergang vom Gorki-Park durch die Innenstadt und den Kreml (letzteres ist nur möglich, wenn das Areal für die Öffentlichkeit zugänglich ist) über den Roten Platz zum Bolshoy-Theater und weiter entlang des herrschaftlichen Twerskaya-Prospekts.
  • Tag 2. Ausflüge zur Lomonossow-Universität und den Sperlingsbergen, der Allsowjetischen Ausstellung VDNKh sowie zum Fernsehturm in Ostankino.
  • Tag 3. Fahrt zum „Weißen Haus“, weiter zum Finanzzentrum mit der europaweit höchsten Dichte an Wolkenkratzern und Ausklang in der Innenstadt ggf. mit einer Bootstour auf der Moskwa. Am frühen Abend mit der S-Bahn zum Flughafen, wo Sie am Gate auf die restliche Reisegruppe treffen werden.

1. Tag

Flug über Moskau nach Gorno-Altaisk.

Wir fliegen mit Siberian Airlines oder mit Aeroflot über Moskau nach Gorno-Altaisk. Start am Nachmittag in Berlin, am Abend Umsteigen in Moskau und am darauffolgenden Morgen Landung in Gorno-Altaisk.

Treffpunkt wird der Flughafen BER sein. Aus anderen Teilen des deutschsprachigen Raums können Anschlussflüge bzw. Rail & Fly-Angebote gebucht werden.

2. Tag

Rundgang durch Gorno Altaisk und Vorbereitung auf eine lange Reise.

Nach der Ankunft am frühen Morgen schauen wir uns um in der gemütlichen altaiischen Hauptstadt, malerisch gelegen im Tal der Maima im Vorland des Altai. In der Nähe des Lenin-Parks finden sich die wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Östlich wird die Innenstadt durch den Ulalynsker Wall abgeschlossen, wo Siedlungsspuren aus der Steinzeit entdeckt wurden und ein kleines Denkmal an die Opfer des stalinistischen Terrors erinnert.

Vier Kilometer westlich davon lohnt die Makariya-Kirche einen Besuch, in deren Nähe sich ein typisch russischer Rynok (Markt) befindet, auf dem wir Vorräte für die ab morgen beginnende, lange Reise nach Ulaanbaatar anlegen können.

Höhepunkt jedoch wird das Nationalmuseum der Republik Altai sein. Hier erhalten sie einen Einblick in die vielfältigen kulturellen Traditionen dieser kleinen Nation zwischen Moskau und Peking, Istanbul und Ulaanbaatar. Spektakulärstes Ausstellungsstück sind die Mumie und die Grabbeigaben einer skythischen Prinzessin, die fünf Jahrhunderte vor Beginn der christlichen Zeitrechnung auf dem abgelegenen Ukok-Plateau gelebt hatte. Eine archäologische Weltsensation.

Übernachtung: Gorno-Altaisk (Hotel)

Essen:                  mittags individuell (ggf. mit Beratung), abends gemeinsam.

Höhepunkte: Ulalynsker Wall, Markt, Nationalmuseum

3. Tag

Fahrt an den Telezker See (3 h) in die Siedlung Artybash.

Der Telezker See gilt als der altaische Baikal. Mit durchschnittlich 174 und maximal 325 Metern gehört er zu den 25 tiefsten Seen der Erde. Sein kristallklares Wasser erlaubt Sichtweiten bis zu 15 Metern. Der See hat die Form eines umgekehrten L. Die ersten 50 Kilometer erstrecken sich in klarer Nord-Süd-Ausrichtung. Danach knickt er im 90-Grad-Winkel nach links ab und führt über weitere 28 Kilometer in Richtung Westen. Angesichts der Gesamtlänge von annähernd 80 Kilometern ist er mit durchschnittlich drei Kilometern sehr schmal. Er wird von mehreren Flüssen gespeist, besitzt aber nur einen Abfluss, die 300 Kilometer lange Bija, einer der beiden Quellflüsse des Ob. Wie der Baikal, ist auch der Telezker See Teil eines kontinentalen Grabenbruchs, der in sehr entfernter Zukunft die eurasische Platte spalten wird. Beide Seen werden von mehr als 2.500 Meter hoch aufragenden Bergketten umgeben. Ein Spezifikum des Telezker Sees sind die dutzenden Wasserfälle an dessen felsigen Ufern. Die höchsten davon sind der Große Schaltap mit 20 und der Korbu-Wasserfall mit 13 Metern.

Wir fahren etwa zweieinhalb Stunden durch das Vorland des Altai, bevor wir bei der Siedlung Artybash den See erreichen und ein Gasthaus beziehen.

Übernachtung: Artybash (Gasthaus)

Essen:                  Frühstück im Hotel, mittags individuell (ggf. mit Beratung), abends individuell (ggf. mit Beratung)

Höhepunkte: Bija, Artybash, Telezker See

4. Tag

optional: Bootstour über den Telezker See.

Wir haben Zeit für den See und machen bei gutem Wetter einen Bootsausflug zu den Wasserfällen an dessen Ostküste. Von hier bietet sich eine wunderbare Aussicht auf die langgestreckten Ufer in Richtung Süden und die steil aufragenden Berge ringsherum. Der perfekte Ort für ein gemütliches Picknick.

Zurück in Artybash, mischen wir uns in den sibirischen Ferientrubel. Es wird bis auf Weiteres das letzte Mal gewesen sein, dass wir mit so vielen Menschen zusammen sind. Denn morgen beginnt unsere Reise durch den Altai in die Mongolei.

Übernachtung: Artybash (Gasthaus)

Essen:                  Frühstück im Gasthaus, mittags Picknick am Wasserfall, abends individuell (ggf. mit Beratung)

Höhepunkte: Telezker See, Korbu-Wasserfall, Jailju

5. Tag

Fahrt nach Karakol (5 h 30).

Zunächst geht es 160 Kilometer bzw. zweieinhalb Stunden zurück nach Gorno-Altaisk, wo wir jedoch nur durchreisen, um nach Süden in Richtung Chujsker Trakt abzubiegen, auf dem wir bis in die Mongolei entlangfahren werden. Hier sind wir noch einmal 180 Kilometer unterwegs. Von Artybash ins liebliche Karakol-Tal werden wir insgesamt etwas mehr als fünf Stunden benötigen.

Wir übernachten in einer landestypischen Feriensiedlung und bereiten uns vor auf die Fahrt ins Hochgebirge.

Übernachtung: Karakol (Feriensiedlung)

Essen:                  Frühstück im Gasthaus, mittags individuell (ggf. mit Beratung), abends individuell (ggf. mit Beratung)

Höhepunkte: Gorno-Altaisk, Aja, Ust-Sema, Tal des Karakol

6. Tag

Fahrt nach Kuray (3 h).

Nun geht es immer weiter die Berge hinauf bis wir uns in der Kuray-Steppe unmittelbar unter dem Hauptkamm des Altai befinden. Hier liegt der Übergang zum Regenschatten des Gebirges, was sich an der abrupt trockener werdenden Vegetation ablesen lässt.

Reine Fahrzeit werden wir drei Stunden unterwegs sein, halten aber immer mal wieder an, um die faszinierenden Ausblicke zu genießen. So etwa am Ilgumen-Wasserfall oder an den Höhlen von Kalbak Tash.

Übernachtung: Kuray (Gasthaus)

Essen:                  Frühstück in der Feriensiedlung, mittags individuell (ggf. mit Beratung), abends individuell (ggf. mit Beratung)

Höhepunkte: Ilgumen-Wasserfall, Höhlen von Kalbak Tash, Kuray-Hochsteppe

7. Tag

optional: Fahrt zum Ak-Tru-Gletscher-See und zurück (4 h).

Heute geht es mit geländegängigen Fahrzeugen auf eine Exkursion in die Höhen des Altai. Ziel ist das gewaltige Tal des Ak-Tru-Gletschers, von wo das Hauptmassiv des Altai abrupt aufsteigt. Nach zwei Stunden im Tal und einem romantischen Picknick geht es auf rumpeliger Strecke zurück nach Kuray.

Übernachtung: Kuray (Gasthaus)

Essen:                  Frühstück im Gasthaus, mittags Picknick am See, abends individuell (ggf. mit Beratung)

Höhepunkte: Kuray, Ak-Tru-Gletscher, Chuja-Fluss

8. Tag

Fahrt nach Kosch-Agatsch (1 h).

Kosch-Agatsch ist die mit Abstand wichtigste und größte Siedlung im Hochaltai. Hier leben vornehmlich Kasachen. Die Chuja-Hochsteppe ist genau wie die Straße nach dem Chuja benannt, einem der wichtigsten Nebenflüsse des Katun. Die Region ist äußerst trocken. Einzig der Fluss sorgt mit seinen mäandrierenden Armen für etwas Feuchtigkeit. Zum Teil hat sich hier noch eine nomadische Lebensweise erhalten.

Wir machen einen Abstecher zu den sogenannten Marslandschaften von Kyzyl Chin mit ihren roten Felsen und erreichen nach kurzer Weiterfahrt Kosch-Agatsch. Danach werden wir ein Gasthaus beziehen und uns auf den morgigen Grenzübertritt in die Mongolei vorbereiten.

Übernachtung: Kosch-Agatsch (Gasthaus)

Essen:                  Frühstück im Gasthaus, mittags individuell (ggf. mit Beratung), abends individuell (ggf. mit Beratung)

Höhepunkte: Kyzyl Chin, Mars 2, Kosch-Agatsch

9. Tag

Fahrt über die Grenze ins Aimakzentrum Olgii (2 h).

Grenzen sind in dieser Weltregion eine besondere Herausforderung. Wir wollen also sichergehen, starten unmittelbar vor Beginn der Grenzzone in Kosch Agatsch und erreichen nach nur etwas mehr als 50 Kilometern den russischen Grenzposten.

Wir können nur hoffen, dass wir möglichst wenig Wartezeit benötigen und uns die Kontrollen nicht allzu lange aufhalten werden.

Nach Ölgii sind es jetzt noch etwa 90 Kilometer auf nahezu durchgehend asphaltierter Straße. Die Stadt ist mit ihren 34.000 Einwohnern das wichtigste Zentrum der Westmongolei. Genau wie an unserem Ausgangspunkt in Kosch-Agatsch leben hier vornehmlich Kasachen. Die Stadt bietet die typischen Annehmlichkeiten eines Aimakzentrums. Hier können wir Geld tauschen und unsere Vorräte aufstocken. Mit Blick auf die steil aufragenden Berge des mongolischen Altai.

Übernachtung: Ölgii (Hotel)

Essen:                  Frühstück im Gasthaus, mittags Picknick hinter der Grenze, abends individuell (ggf. mit Beratung)

Höhepunkte: Tashanta, russ.-mong. Grenze, Ölgii

10. Tag

Fahrt von Olgii nach Ulaangom (5 h 30).

Heute wird ein anstrengender Tag. Darauf sollten sie vorbereitet sein, denn es geht nicht anders. Andererseits steht uns das erste richtige Offroad-Abenteuer bevor. Wir fahren zurück in Richtung Grenze, um kurz vor dem mongolischen Posten ostwärts in eine Piste einzubiegen. Über 200 Kilometer werden wir durch den weiten mongolischen Westen rumpeln, immer mit Blick auf die Höhen des Altai. Nach etwa zwei Dritteln dieses anstrengenden Weges legen wir am pittoresken Uureg-See eine Rast ein.

Die letzten 40 Kilometer ins Aimakzentrum Ulaangom sind wieder asphaltiert. Wir beziehen ein Mittelklasse-Hotel und erschließen uns auf einem kurzen Spaziergang dieses gemütliche Städtchen.

Übernachtung:  Ulaangom (Hotel)

Essen:                  Frühstück im Hotel, mittags Picknick am Uureg-See, abends individuell (ggf. mit Beratung)

Höhepunkte: Uureg-See, Ulaangom

11. Tag

optional: Ausflug zum Uws-See (1 h 30) und zum Chandmani-Felsen.

Es war ein langer Ritt nach Ulaangom, weshalb wir unbedingt einen Tag zum Verschnaufen einlegen wollen. Immerhin unternehmen wir eine kurze Fahrt zum Uws. An das Südwestufer dieses größten mongolischen Sees sind es auf unbefestigten Pisten ca. 30 Kilometer.

In der Region herrscht ein extremes Klima. An keinem anderen Ort der Welt ist die Winter-Sommer-Amplitude so groß wie hier. Tundra trifft auf Wüste, was weltweit absolut einmalig ist.

Den Eintrag in das UNESCO-Welterbe verdankt der See vor allem der reichen Fauna an seinen Ufern und auch wir werden etliche Tierarten beobachten können, wobei allerdings effektiver Mückenschutz vonnöten sein wird.

Zurück in Ulaangom überlassen wir es Ihnen, ob Sie am Nachmittag auf einen Ausflug zum Chandmani-Felsen kommen wollen, wo sich ein beeindruckender Ausblick auf die Stadt Ulaangom und bei gutem Wetter bis zum Uws-See bietet.

Übernachtung: Ulaangom (Hotel)

Essen:                  Frühstück im Hotel, mittags Picknick am Uws-See, abends individuell (ggf. mit Beratung)

Höhepunkte: Uws-See, Chandmani-Felsen, Ulaangom

12. Tag

Fahrt zum Khetsu-Khad zwischen Khyargas- und Airag-See (3 h).

Wir sind auf durchgehend befestigter Straße unterwegs zum Khyargas, dem drittgrößten See der Mongolei. Diesen erreichen wir nach etwas mehr als hundert Kilometern und fahren danach für 90 Kilometer an dessen Nordufer entlang. Hat man den See passiert, führt eine Piste an dessen Ostufer entlang Richtung Süden. Nach etwa 40 Kilometern wird eine kleine Halbinsel zwischen dem salzigen Khyargas im Norden und dem deutlich kleineren Airag-Süßwassersee im Süden erreicht. Hier erhebt sich der pittoreske Khetsu-Felsen aus dem Wasser des Khyargas und direkt daneben bietet ein Jurtencamp Unterkünfte für Touristen an.

Als einzige Süßwasserquelle weit und breit, findet sich am Airag-See ein Großteil der lokalen Tierwelt ein. Gespeist wird der See vom Zavkhan, einem der längsten Flüsse der Mongolei. Rund um beide Seen liegen einige natürliche Thermalquellen.

Wüstenhafte Weite, Offroad-Pisten und Viehherden. Da passt es ins Bild, dass wir nun erstmals in einer mongolischen Jurte übernachten werden. Die überall im Land aus dem Boden sprießenden Jurtencamps sind eine authentische, effiziente und naturnahe Form der Unterkunft und werden uns auf dem Rest der Reise nach Ulaanbaatar begleiten.

Übernachtung: Khyargas-See (Jurtencamp)

Essen:                  Frühstück im Hotel, mittags Picknick am Khyargas-See, abends im Jurtencamp

Höhepunkte: Khyargas-See, Airag-See, Khetsu-Khad-Felsen

13. Tag

optional: Wanderungen am Khyargas-See und Fahrt zur Wasserstelle am Airag-Süßwassersee.

Heute haben wir etwas mehr Zeit. Sie können mit uns auf einen kurzen Ausflug offroad durch die Wüste an den Airag-Süßwassersee kommen, wo sich die lokale Tierwelt zum Trinken versammelt. Gerne können Sie aber auch im Jurtencamp bleiben und sich von den Strapazen der vergangenen Tage erholen.

Übernachtung: Khyargas-See (Jurtencamp)

Essen:                  Frühstück im Jurtencamp, mittags Picknick am See, abends im Jurtencamp

Höhepunkte: Khyargas-See, Airag-See

14. Tag

Fahrt zum Telmen-See (4 h 30).

Wir fahren durch die nahezu menschenleere Halbwüste der „Senke der großen mongolischen Seen.“ Unser Ziel für den heutigen Tag ist der Telmen-See mehr als 300 Kilometer östlich. Es wird also wieder ein langer Tag, an dem wir einen einzigartigen Eindruck von der schieren Weite dieses Landes erhalten.

Der Telmen-See liegt am Übergang zur Steppenlandschaft der Khangai-Berge. Wie alle abflusslosen Seen weist er eine hohe Salinität auf. In seiner Mitte finden sich drei Inseln, die im Frühjahr und Herbst ein wichtiger Rastplatz für Zugvögel sind. In der Nähe des Südufers findet sich am Fuße der Berge ein Jurtencamp, welches wir für die Nacht beziehen werden.

Übernachtung: Telmen-See (Jurtencamp)

Essen:                  Frühstück im Jurtencamp, mittags an der Strecke, abends im Jurtencamp

Höhepunkte: Songino, Telmen-See

15. Tag

Fahrt an den Terkhiin Tsagaan-See (3 h 30).

Wir fahren etwa 250 Kilometer in Richtung Südosten. Neben der Straße fließt mit der Ider der längste Quellfluss der Selenge. Damit ist die abflusslose „Senke der großen mongolischen Seen“ überwunden und sind die lieblichen grünen Wellentäler der Zentralmongolei erreicht.

Am Ende der Reise müssen noch einmal 15 Kilometer offroad bewältigt werden, ehe wir am Terkhiin Tsagaan-See von Tariat ankommen und ein Jurtencamp beziehen.

Übernachtung:  Am Terkhiin Tsagaan-See (Jurtencamp)

Essen:                  morgens im Jurtencamp, mittags an der Strecke, abends im Jurtencamp

Höhepunkte: Tosontsengel, Ider-Fluss, Terkhiin-Tsagaan-See

16. Tag

optional: Wanderung im Khorgo-Nationalpark mit dem gleichnamigen Vulkan.

Der Terkhiin Tsagaan-See von Tariat sowie das direkt östlich anschließende Khorgo-Vulkanfeld gehören zu den landschaftlichen Höhepunkten jeder Mongolei-Reise.

Insgesamt bedeckt der Nationalpark eine Fläche von fast 800 Quadratkilometern. Der Khorgo-Krater kann problemlos bestiegen werden und ist nach fast achttausend Jahren Schlaf sogar im Inneren teilweise mit Wald bewachsen. Der Vulkan wird zwar mit einer Höhe von 2.240 Metern angegeben, überragt seine unmittelbare Umgebung jedoch nur um etwas mehr als hundert Meter.

Wir lassen den Bus heute mal stehen und erschließen uns zu Fuß die Schönheiten des Nationalparks. Wenn Sie jedoch lieber am Strand mit seinen markanten Basaltsäulen ausspannen wollen, ist das natürlich auch kein Problem.

Übernachtung: Am Terkhiin Tsagaan-See (Jurtencamp)

Essen:                  morgens im Jurtencamp, mittags Picknick im Nationalpark, abends im Jurtencamp

Höhepunkte: Terkhiin Tsagaan-See, Khorgo-Vulkanfeld

17. Tag

Fahrt nach Tsenkher zur gleichnamigen heißen Quelle (3 h 30).

Wir fahren durch die Arkhangai-Provinz, die in der Mongolei für ihre lieblichen Landschaften und das milde Klima gerühmt wird. Wobei Letzteres relativ zu betrachten ist, denn auch im Aimakzentrum Tsetserleg sinkt das Thermometer nicht selten auf unter minus 20 Grad, nur halt nicht so häufig, wie anderswo in diesem kalten Land. Die Sommer sind dagegen äußerst angenehm, mit ausreichend Niederschlag und milder als beispielsweise in den südmongolischen Wüstenprovinzen.

Von Tariat aus fahren wir 170 Kilometer Richtung Osten, um im Aimakzentrum Tsetserleg zunächst das Zayan Geegeen-Kloster zu besichtigen und danach in eine Piste einzubiegen, die nach 20 Kilometern Fahrt durch die Berge die heiße Quelle von Tsenkher erreicht. Insgesamt werden wir etwa dreieinhalb Stunden unterwegs sein. Auf dem Weg stoppen wir am Teel-Felsen sowie am Canyon des Suman-Flusses.

An der Quelle beziehen wir wieder ein Jurtencamp, wo uns erneut ein speziell mongolisches Badevergnügen erwartet. Das Thermalwasser soll gegen allerhand Wehwehchen helfen und wird in überdachte Baracken geleitet, die nach Geschlechtern getrennt sind.

Übernachtung:  Tsenkher (Jurtencamp)

Essen:                  morgens im Jurtencamp, mittags an der Strecke, abends im Jurtencamp

Höhepunkte: Teel-Felsen, Suman-Canyon, Tsetserleg, Tsenkher-Quelle

18. Tag

Fahrt ins Orkhon-Tal zur alten Hauptstadt Kharkhorin mit dem Kloster Erdenezuu (1 h 30).

Wir befinden uns auf der Zielgerade einer langen Reise aus Sibirien über den Altai in die „Senke der großen mongolischen Seen“ und weiter durch die Zentralmongolei bis nach Ulaanbaatar.

Heute fahren wir durch das Orkhon-Tal, das einstige Zentrum des mongolischen Weltreiches und eine Herzkammer der mongolischen Kultur.

Von der Tsenkher-Quelle kämpfen wir uns zunächst offroad durch die Berge zurück auf die asphaltierte Straße, die wir nach 25 Kilometern bei der Siedlung Altan-Ovoo erreichen.

Von dort sind es etwa hundert Kilometer in die alte Hauptstadt Kharkhorin. Die Stadt selbst ist eine unscheinbare Brettersiedlung, doch immerhin kündet das Erdene-Zuu-Kloster noch etwas von der vergangenen Pracht. Von einem Berg in der Nähe erhalten wir an einem Panaromabild einen Eindruck vom weiten Tal des Orkhon, an dem dereinst die Weltgeschicke bestimmt wurden.

Hier werden wir für die Nacht ein Jurtencamp beziehen.

Übernachtung: Orkhon-Tal bei Kharkhorin

Essen:   morgens im Jurtencamp, mittags an der Strecke, abends im Jurtencamp

Höhepunkte: Kharkhorin, Erdene Zuu-Kloster, Panoramabild der drei mongolischen Großreiche, Orkhon-Tal

19. Tag

Fahrt zum Övgön-Kloster (2 h).

Heute steuern wir das Övgön-Kloster an und damit den letzten Zwischenstopp auf dem langen Weg von Gorno-Altaisk nach Ulaanbaatar.

Wir sind in den nördlichsten Ausläufern der Wüste Gobi und können noch einmal Sanddünen besichtigen. In malerischer Kulisse beziehen wir ein Jurtencamp.

Übernachtung:  Am Khongo-Khan-Uul (Jurtencamp)

Essen:                  morgens im Jurtencamp, mittags an der Strecke, abends im Jurtencamp

Höhepunkte: Khogno Tarna-Berge, Övgön-Kloster, Elsen Tasarkhai-Sanddünen

20.Tag

Fahrt zum Reiterstandbild Dschingis Khans (5 h 30) und weiter nach Ulaanbaatar (1 h).

Heute können wir die ersten Blicke auf Ulaanbaatar werfen, lassen die mongolische Kapitale aber zunächst links liegen. 50 Kilometer östlich von Ulaanbaatar erhebt sich inmitten der weiten Steppe das größte Reiterstandbild der Welt. Vom Schweif des Pferdes ergibt sich ein wunderbarer Blick über die umgebende Landschaft. Drumherum bieten die Nomaden der Region zahlreiche touristische Dienstleistungen an. Die Herstellung des mongolischen Nationalgetränks Airag (vergorene Stutenmilch), Reiten, mongolisches Bogenschießen und weiteres mehr.

Von hier sind wir noch etwa eine Stunde unterwegs nach Ulaanbaatar, so denn der berüchtigte hauptstädtische Stau uns keinen Strich durch die Rechnung macht. Wir beziehen ein Hotel direkt am zentralen Sukhbaatar-Platz.

Den Abend haben Sie zu Ihrer freien Verfügung und gerne beraten wir Sie, welche Lokalitäten lohnend sind und wie Sie ohne größeres Risiko hin- und wieder zurückkommen.

Übernachtung: Ulaanbaatar (Mittelklassehotel)

Essen:                  morgens im Jurtencamp, mittags Imbiss an der Strecke, abends individuell (ggf. mit Beratung)

Höhepunkte: Dschingis-Khan-Reiterstandbild, Sukhbaatar-Platz

21. Tag

Die Sehenswürdigkeiten von Ulaanbaatar.

Wir besuchen den Chojin-Lamyn-Tempel südlich der Innenstadt und spazieren von dort zum Sukhbaatar-Platz, dem politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Zentrum der Mongolei. Danach geht es zum Gandan-Kloster mit seiner riesigen Avalokiteshvara-Statue, die die Gesichtszüge des letzten Bogd Khan trägt. Den Nachmittag haben Sie zu Ihrer freien Verfügung und am Abend laden wir Sie ein auf den Zaisan, den Berg mit dem Kriegerdenkmal ganz im Süden Ulaanbaatars, wo sich ein wunderbarer Blick auf die mongolische Hauptstadt bietet und wir in einem gemütlichen Ausflugslokal zu Abend essen.

Übernachtung: Ulaanbaatar (Hotel)

Essen:                  morgens im Hotel, mittags individuell (ggf. mit Beratung), abends gemeinsam am Zaisan.

Höhepunkte: Chojin-Lamyn-Kloster, Sukhbaatar-Platz, Gandan-Kloster, Zaisan-Kriegerdenkmal

22. Tag

Rückflug mit MIAT nach Deutschland.

Am frühen Morgen hebt unser Flieger. Wir reisen mit der mongolischen Airline MIAT, die in der Regel einen Zwischenstopp in Moskau einlegt. Aufgrund der Zeitverschiebung werden wir noch am gleichen Tag in Deutschland ankommen.

Wir hoffen, dass wir Ihnen bleibende Momente in Sibirien und in der Mongolei beschert haben und Sie die Kunde vom landschaftlichen und kulturellen Reichtum dieser Weltregion zurück in die Heimat tragen.

Essen:                  morgens im Hotel, ansonsten Versorgung durch die Fluggesellschaft.