Der Westen

Hier im Westen erheben sich die höchsten Berge der Mongolei. Ansonsten wird die Region von der Senke der Großen Seen dominiert, die sich durch sehr verschiedenartige Landschaftsformen auszeichnet. Auch die ethnische Vielfalt ist hier ausgeprägter als im Rest des Landes, das Klima extrem kontinental. In der Nähe des Uws-Nuur, des größten Sees der Mongolei, beträgt die Amplitude zwischen dem Winterminimum und dem Sommermaximum knapp hundert Grad Celsius – weltweiter Rekord.

Mongolei – der Westen

Der Süden

Gobi ist im Mongolischen kein Eigenname, sondern lediglich das Wort für karges Ödland. Die klassische Wüste ist das nicht, wiewohl sich vereinzelt auch ausgedehnte Sanddünen erstrecken, – vielmehr eine schier unendliche Fläche aus Geröll mit spärlichem Bewuchs. Der Westen dieser Region ist noch recht bergig, je weiter man nach Osten kommt, desto ebener wird es.

Die fünf Aimaks der Südmongolei sind die dünnstbesiedelten Gebiete im am dünnsten besiedelten Land der Welt. Hier kommen mehrere Quadratkilometer auf einen Menschen. Das Klima ist äußerst trocken, im Winter sehr kalt und im Sommer mitunter extrem heiß.

Mongolei – der Süden

Das Zentrum

An den Ufern des Orkhon-Flusses und in den Höhen des Khangai-Gebirges liegt das Herzland der Mongolei. Um die heutige Stadt Kharkhorin erstreckte sich dereinst die Kapitale des größten Imperiums der Menschheitsgeschichte. Heute weiß die Region mit lieblichen Landschaften und einer reichen Vegetation zu überzeugen.

Das Klima an der Ostabdachung des Khangai-Gebirges ist etwas erträglicher, sodass hier mehr Menschen siedeln. Der Zavkhan-Aimak westlich der Berge ist hingegen kaum erschlossen.

Mongolei – das Zentrum

Der Norden

Außerhalb von Ulaanbaatar ist dies die dichtestbesiedelte Region der Mongolei. Hier hat das Land Anteil an der borealen Nadelwaldzone, der Taiga. Die Vegetation ist vergleichsweise fruchtbar, was auch an den vielen Flüssen liegt, die die Region durchschneiden. Orkhon und Selenge sind die längsten davon und bilden weite Flussauen. Im Westen des Gebietes erstreckt sich im gleichnamigen Aimak der Khovsgol-See, der kleine Bruder des Baikal und das mit Abstand wasserreichste Gewässer der Mongolei. Das Klima ist kalt und kontinental, doch immerhin fällt ausreichend Niederschlag.

Mongolei – der Norden

Ulaanbaatar und Tow-Aimak

Kaum eine Hauptstadt dominiert den Rest des Landes so sehr wie Ulaanbaatar die Mongolei. Mittlerweile lebt hier die Hälfte der mongolischen Bevölkerung, was die Infrastruktur an den Rand der Belastungsgrenze bringt. Ursprünglich war die Stadt für weit weniger als die heute anderthalb Millionen Menschen ausgelegt, doch das Ende der Sowjetzeit und die folgende Transformation brachten eine rasante Urbanisierung. Das Tal, in welches sich die Hauptstadt schmiegt, ist begrenzt und zudem sehr smoganfällig, weshalb seit Jahren über die Schaffung einer neuen Hauptstadt jenseits des Bogd-Khan-Massivs nachgedacht wird. Leider aber ist kaum absehbar, wann und ob überhaupt diese Pläne jemals realisiert werden.

Ulaanbaatar und Tow-Aimak

Der Osten

Der Ferne Osten der Mongolei beginnt nicht weit hinter der Hauptstadt Ulaanbaatar. Im Khentii-Gebirge werden noch Höhen von mehr als zweieinhalbtausend Metern erreicht, doch mit jedem Kilometer nach Osten fällt das Gelände weiter ab und verliert fast jegliches Relief. Der Dornogovi-Aimak kommt noch als wüste Geröllebene daher. Dahinter geht die Landschaft in unendliche Steppe über, für die der Dornod-Aimak ganz im Osten wie kein anderer steht. Der Sukhbaatar-Aimak bildet den Übergang zwischen den beiden Vegetationstypen. Grundsätzlich ist die gesamte Region extrem dünn besiedelt. Das Klima ist harsch wie überall in die Mongolei, doch die Winde schneiden in der weiten Ebene besonders scharf in die Haut.

Mongolei – der Osten