Standards und Modalitäten

Einreise

Seit dem Jahr 2013 ist die Einreise in die Mongolei für deutsche Staatsbürger visafrei – sofern es sich um touristische Zwecke handelt, ein Aufenthalt von 30 Tagen nicht überschritten wird und der Reisepass noch mindestens sechs Monate nach Einreise gültig ist. Alle anderen EU-Bürger und auch Schweizer Staatsangehörige müssen weiterhin ein Visum beantragen, welches jedoch im Regelfall unkompliziert gewährt wird.

Um in die Russische Föderation einzureisen, benötigen sämtliche EU-Bürger ausnahmslos ein Visum. In den vergangenen Jahren war zwischen Deutschland und Russland die Einführung eines E-Visa-Regimes vereinbart worden, doch dies scheiterte bislang an bilateralen Zerwürfnissen bzw. der Corona-Pandemie und hätte ohnehin nur für die großen Flughäfen des europäischen Russlands gegolten. Mit dem Krieg in der Ukraine sind derlei Erwägungen ohnehin bis auf Weiteres obsolet. Gerne unterstützen wir Sie bei der Visabeschaffung und kooperieren hierzu mit einer erfahrenen Agentur aus Berlin-Schöneberg.

Nach Georgien und Armenien reisen sämtliche EU-Bürger und Schweizer Staatsangehörige visafrei, was im Falle Georgiens auch für in der EU registrierte Ausländer gilt.

Am internationalen Flughafen von Tiflis. Deutsche und in Deutschland registrierte Ausländer benötigen kein Visum für Georgien.

Versicherungen

Sämtliche Reiseveranstalter müssen sich obligatorisch gegen eine etwaige Insolvenz absichern und einen sogenannten Sicherungsschein ausgeben. Damit sind die Vorauszahlungen der Kunden geschützt und auch der Rücktransport garantiert.

Darüber hinaus können Sie je nach Gusto weitere Versicherungen abschließen, die wir Ihnen gerne vermitteln. Bitte beachten Sie aber, dass eine Reiserücktrittversicherung nur dann greift, wenn tatsächlich schwerwiegende Gründe einem Reiseantritt entgegenstehen.

Solange die Corona-Pandemie andauert, können wir leider nur solche Gäste akzeptieren, die einen ausreichenden Krankenversicherungsschutz im Zielland vorweisen können. Gerne vermitteln wir Ihnen die passende Versicherung. Der Abschluss kann schnell und unkompliziert erfolgen. Der finanzielle Aufwand hält sich in engen Grenzen.

Anreise zum Flughafen

Ausgangspunkt für Reisen nach Sibirien ist der Berliner Flughafen BER (Willy Brandt). Die mongolische Airline fliegt mittlerweile nur noch von Frankfurt am Main und nicht mehr von Berlin.

Georgian Airways hat leider Insolvenz anmelden müssen, weshalb wir bei unseren Kaukasus-Reisen auf Lufthansa ausweichen müssen. Ausgangspunkt wird der Münchner Flughafen Franz-Josef Strauß sein.

MIAT, Lufthansa und die russische Aeroflot pflegen eine Kooperation mit der Deutschen Bahn AG, sodass aus jeder deutschen Stadt für 90 Euro ein Rail & Fly-Angebot für Hin- und Rückfahrt zum/vom BER bzw. zum Rhein-Main-Flughafen gebucht werden kann. Eine Bahncard ist für dieses Angebot ohne Belang. Das Ticket gilt für alle Züge der Deutschen Bahn (ausgenommen DB Autozug, Sonderzüge und einige Nachtverbindungen). Für den ICE-Sprinter wird ein Aufschlag erhoben und besteht darüber hinaus eine Reservierungspflicht.

Siberian Airlines (S7) pflegt keine Kooperationen mit der Deutschen Bahn AG. Wir werden Ihnen aber auch in diesen Fällen behilflich sein, eine rechtzeitige, günstige und angenehme Anreise zum Ausgangsflughafen zu organisieren. Diesbezüglich bieten sich die zahlreichen Sparpreise der DB AG als Alternative an.

Maschine der mongolischen Airline MIAT am ehemaligen Berliner Flughafen Tegel.

Flug

Neben der deutschen Lufthansa sind die relevanten Fluggesellschaften für die Zielregionen von Ostwärts-Reisen Aeroflot, Mongolian International Air Transport (MIAT), Siberia Airlines (S7) und Georgian Airways. Allesamt haben die alten Maschinen russischer Bauart außer Dienst gestellt und verfügen über eine moderne Flotte. Zwischenfälle waren in den vergangenen Jahren äußerst selten.

Wir werden uns um Direktflüge von Deutschland in die Zielregion bemühen. Lediglich bei Reisen an den Baikal und in den russischen Altai sind Umstiege in Moskau unvermeidlich. Bei Aeroflot-Flügen in Moskau-Scheremetjewo und bei S7-Flügen in Moskau-Domodedowo.

Inländische Flugverbindungen werden abgesehen von den soeben beschriebenen Relationen nur in Ausnahmefällen genutzt.

Angesichts von Putins Krieg in der Ukraine und dem weiteren Verlauf der Corona-Pandemie kann es sein, dass wir auch im Kaukasus und in der Mongolei auf Umsteigeverbindungen setzen müssen. In Frage kämen vor allem Turkish Airlines (über Istanbul) und für Kaukasus-Reisen Air Baltic über Riga.

Unterkunft

In der Mongolei werden wir außerhalb von Ulaanbaatar zumeist in Jurtencamps unterkommen. Hotels sind auf dem Land rar gesät und entsprechen in Service und Standard oftmals nicht einmal einfachsten Ansprüchen. Die überall im Lande aus dem Boden sprießenden Jurtencamps haben sich in den vergangenen Jahren zu einer geeigneten Alternative entwickelt. Eine Jurte werden wir im Regelfall mit zwei Personen belegen. Die sanitären Anlagen befinden sich zumeist in einem abgegrenzten Areal zur gemeinschaftlichen Nutzung.

In Ulaanbaatar, Ulaangom und Olgii werden die Gäste in Mittelklassehotels untergebracht. Gleiches gilt für die sibirischen Städte Ulan-Ude, Irkutsk und Gorno-Altaisk. Das sibirische Gegenstück zu den Jurtencamps sind die typischen russischen Feriendomizile (Gostevye doma). Die Zimmer befinden sich zumeist in einfachen Holzgebäuden und mitunter wird der Sanitätsbereich auch hier von allen Gästen gemeinsam genutzt.

Im Kaukasus werden unsere Gäste vornehmlich in kleineren Pensionen mittleren Standards untergebracht sein.

Typisches gostevoy dom in Arschan (Republik Burjatien).

Transfers

Im Kaukasus werden wir zumeist auf gut befestigten Straßen unterwegs sein. Bei den Reisen an den Baikal und in den Altai wird es etwas anspruchsvoller und in der Mongolei ist der offroad-Anteil am höchsten. In der Regel werden wir in Kleinbussen reisen. Mercedes Sprinter oder ähnliche Modelle. Je schwieriger die Bedingungen, desto öfter werden die robusten UAZ-Busse russischer Bauart zum Einsatz kommen, beispielsweise auf der Baikal-Insel Olkhon oder auf dem Weg zum Ak-Tru-Gletscher im russischen Altai oder auf einigen Strecken in der Mongolei. Gefahr für Leib und Leben besteht ausdrücklich nicht, allerdings können Pannen nicht ganz ausgeschlossen werden.

Wir werden Sie darauf aufmerksam machen, wenn lange offroad-Passagen anstehen. An diesen Tagen wird der Aufbruch etwas früher erfolgen. Man wird mitunter ordentlich durchgeschüttelt, doch mit der richtigen Einstellung können diese Zumutungen zu einem besonderen Highlight und zur bleibenden Erinnerung werden.

Zwischen dem Baikal, Burjatien und dem Norden der Mongolei werden wir auch in der Eisenbahn reisen. Schließlich führt die Transsibirische Eisenbahn über mehrere Stunden am Südufer des Baikal entlang, lassen sich mit diesem Verkehrsmittel der internationale Flughafen Irkutsk mit der burjatischen Hauptstadt Ulan-Ude und der Ostseite des Sees verknüpfen. Von Ulan-Ude aus führt die Transmongolische Eisenbahn nach Ulaanbaatar und weiter nach Peking.

Bei Tagesfahrten werden einfache Sitzplätze gebucht, bei Nachtfahrten Coupés mit jeweils zwei Doppelstockbetten an jeder Seite.

Die Krugobaikalskaya (Baikalrundbahn) ist das letzte Relikt der ursprünglichen Baikalbahn. Hier pendelt ein Nahverkehrszug zwischen Sljudjanka und dem Angara-Ausfluss aus dem See bei Listwjanka.

Zwischen Listwjanka und der Insel Olkhon verkehrt ein Schnellboot. Wer sich diesem nicht anvertrauen will, kann parallel mit dem Bus auf die Insel reisen.

Auch auf dem Telezker See bieten wir eine längere Bootsfahrt an. Da wir jedoch am Abend wieder zum Ausgangspunkt zurückkehren, ist auch dieser Ausflug optional.

UAZ-Busse auf der Baikalinsel Olkhon.

Verpflegung

Frühstück ist immer dabei. Dazu ein Begrüßungs- und ein Abschiedsessen und selbstverständlich werden wir uns in der weiten Natur um Ihr leibliches Wohl kümmern. Mit Picknicks, Lunchpaketen und ähnlichem. Im Grundsatz gilt: Je leichter Sie sich selbst versorgen können, je mehr Angebote es vor Ort gibt, desto eher wird die Verpflegung im Sinne größtmöglicher Freiheit individuell gestaltet sein. Doch natürlich werden wir Ihnen bei Bedarf mit Rat und Tat zur Seite stehen. Die genauen Details entnehmen Sie bitte den konkreten Reiseprogrammen. Frei nach dem Motto: Alles kann, nichts muss.

Buchen und zahlen

Bitte senden Sie uns das ausgefüllte Anmeldeformular per E-Mail zu. Danach werden wir Ihnen umgehend auf digitalem Wege die Anmeldebestätigung, den Sicherungsschein und umfangreiches Informationsmaterial zukommen lassen.

Nach der Anmeldebestätigung wird innerhalb von sieben Tagen eine Anzahlung von 20 Prozent des veranschlagten Reisepreises fällig.

Der Restbetrag muss spätestens 28 Tage vor Reisebeginn bei uns eingegangen sein. Die Flugtickets erhalten Sie circa drei Wochen vor Abflug.

Sie können uns Ihre Zahlungen per Banküberweisung oder per Kreditkarte zukommen lassen. Bei Visa- oder Mastercard berechnen wir eine Gebühr von 1,5 Prozent des Gesamtreisepreises. Bitte geben Sie bei Kreditkartenzahlung die notwendigen Daten an. Die Restzahlung wird dann sieben Wochen vor Reisebeginn abgebucht.

Kurzfristige Buchungen mit weniger als acht Wochen Vorlauf vor Reiseantritt sind von der Kreditkartenzahlung ausgeschlossen.

Wenn Sie mit uns reisen wollen, füllen Sie bitte das Anmeldeformular aus.

Lari, Tugrik, Rubel und Dram.