Baikal komplett

Zunächst geht es ins malerische Tunkinsker Tal mit Wanderungen im Sajan-Gebirge und dem Bad in einer natürlichen Thermalquelle. Danach mit der industriehistorisch einzigartigen Baikalrundbahn am Südwestufer des Baikal entlang in den trubeligen Ferienort Listwjanka, wo die Angara aus dem See herausfließt. Schließlich mit dem Schnellboot auf die landschaftlich spektakuläre Insel Olkhon, zweitgrößte Binneninsel der Welt und Hort der schamanistischen Geister und Mythen.

Zurück in Irkutsk geht es bald zum Bahnhof, um von dort auf der Transsibirischen Eisenbahn in die burjatische Hauptstadt Ulan-Ude zu reisen. Sieben Stunden Fahrt, wovon ein Großteil entlang des Baikal-Südufers führt. Das Kloster Iwolginsk ist sicherlich der Höhepunkt von Ulan-Ude. Hernach mit dem Bus an die 120 Kilometer lange burjatische Riviera zwischen Gremyachinsk und Ust-Barguzin. An deren nördlichem Ende können wir auf der Halbinsel Svyatoi Nos die Natur des Baikal in ihrer ganzen Pracht und Ursprünglichkeit bestaunen. Etappenweise fahren wir von dort mit dem Bus wieder zurück nach Irkutsk. Ein orthodoxes Kloster, eine langgeestreckte Nehrung, Hiking im Khamar-Daban-Hochgebirge und schließlich der Abschied vom Baikal und von Sibirien.

Termine und Preise inkl. Flug

freie Plätze nur noch wenige freie Plätze ausgebucht oder abgesagt

Zur Buchungsanfrage
  • Teilnehmerzahl: 6 bis 12
  • Rail & Fly: 90 Euro
  • Visa-Besorgung Russische Föderation: 110 Euro
  • Einzelzimmerzuschlag: 250 Euro

Pandemiebedingt müssen wir das Vorhandensein eines Krankenversicherungsschutzes im Zielgebiet zur Voraussetzung einer Teilnahme machen. Gerne vermitteln wir Ihnen geeignete Angebote, die nicht viel kosten und sich in kürzester Zeit abschließen lassen.

Leistungen:

Linienflug (Economy) von Berlin über Moskau nach Irkutsk und zurück (Aeroflot oder S7 Airlines)

Drei Übernachtungen in Irkutsk und zwei in Ula-Ude – jeweils in einem Mittelklassehotel.

14 Übernachtungen in ortstypischen Gasthäusern russischer Art.

Verpflegung laut Reisebeschreibung. Inkludierte Mahlzeiten sind in den Reiseprogrammen blau markiert.

Deutschsprachige Reiseleitung

Transfers in einem Reisebus mittlerer Größe

Gebühren, Eintrittsgelder, Fahrkarten:

Informationsbroschüre mit Tipps zur Reise (Online-Versand)

Nicht enthalten:

Weitere Mahlzeiten und Getränke (siehe Reiseprogramm), Trinkgelder, Versicherungen, Visa-Gebühren.

Zu den Höhepunkten der Reise zählen

Holzbauviertel Kvartal 130 in Irkutsk, Tal der wilden Kyngyrga im Sajan-Gebirge, Krugobaikalskaya (Baikalrundbahn), Angara-Quelle mit Schamanenstein, Freilichtmuseum Talcy, Aussicht vom Cersky-Berg, Schnellboot auf dem Baikal, Schamanenfelsen von Khuzhir, das spektakuläre Nordende Olkhons, Angara-Eisbrecher in Irkutsk, Transsibirische Eisenbahn, Ulan-Ude, buddhistisches Kloster Iwolginsk, Kotokel-Strandsee, Thermalquellen in Goryachinsk und Gusikha, Halbinsel Svyatoi Nos, Chyvyrkujsky-Bucht, Kloster Posolskoje, Posolskojer Haff, Vydrino und Khamar-Daban-Gebirge.

braun – Bus-Transfer, schwarz – Bahn-Transfer, blau – Schnellboot-Transfer

mögliches Add-on: Drei Tage Moskau.

Wir recherchieren und buchen vor. Sie reisen nach und haben laufend die Möglichkeit, telefonisch oder per Chat um Rat zu fragen.

Flug am Nachmittag zu einem der Moskauer Flughafen (Scheremetjewo, Domodjedowo oder Wnukowo). Mit Flughafenzubringer und Metro zu einem Hotel in der Nähe des Gorki-Parks, der beliebtesten Wohlfühloase der Moskowiter.

  • Tag 1. Spaziergang vom Gorki-Park durch die Innenstadt und den Kreml (letzteres ist nur möglich, wenn das Areal für die Öffentlichkeit zugänglich ist) über den Roten Platz zum Bolshoy-Theater und weiter entlang des herrschaftlichen Twerskaya-Prospekts.
  • Tag 2. Ausflüge zur Lomonossow-Universität und den Sperlingsbergen, der Allsowjetischen Ausstellung VDNKh sowie zum Fernsehturm in Ostankino.
  • Tag 3. Fahrt zum „Weißen Haus“, weiter zum Finanzzentrum mit der europaweit höchsten Dichte an Wolkenkratzern und Ausklang in der Innenstadt ggf. mit einer Bootstour auf der Moskwa. Am frühen Abend mit der S-Bahn zum Flughafen, wo Sie am Gate auf die restliche Reisegruppe treffen werden.

1. Tag

Flug von Berlin über Moskau nach Irkutsk. Ankunft am Vormittag des darauffolgenden Tages.

Sie fliegen entweder mit Aeroflot oder mit Siberian Airlines. Beides sind mittlerweile hochprofessionelle Fluggesellschaften, die den westeuropäischen Carriern in nichts nachstehen. Treffpunkt wird der Flughafen BER sein. Aus anderen Teilen des deutschsprachigen Raums können Anschlussflüge bzw. Rail & Fly-Angebote gebucht werden.

2. Tag

Abholung mit dem Bus und Besichtigung der Innenstadt von Irkutsk. Inklusive Mittagessen. Danach Bezug des Hotelzimmers. Nachmittag zur freien Gestaltung.

Wir kommen am Vormittag am Flughafen Irkutsk an. Sie werden mit dem Bus abgeholt und in die Innenstadt gebracht. Dort können Sie Ihr Gepäck im Hotel abgeben und mit uns auf eine erste Tour durch die historische Hauptstadt Sibiriens gehen. „Paris des Ostens“ und andere Zuschreibungen mögen übertrieben sein, doch Irkutsk ist ganz sicher eine der sehenswerteren Städte des asiatischen Russlands. Malerisch gelegen an der mächtigen Angara und oberhalb des großen Stausees. Es locken prächtige Kirchen, die Promenaden am Angara-Ufer, die vielfach noch erhaltenen bzw. restaurierten Exempel der sibirischen Holzbauarchitektur und vor allem die sehr spezielle Atmosphäre einer sibirischen Metropole.

Übernachtung:  Irkutsk (Hotel)

Essen:                   mittags gemeinsam in einem Restaurant, abends individuell (ggf. mit Beratung).

Höhepunkte: Angara-Promenade, Kasaner Kathedrale, Kvartal 130

3. Tag

Fahrt mit dem Bus nach Arschan ins wilde Sajangebirge (3 h 30).

Unser Weg führt uns zunächst nach Kultuk an das südwestliche Ende des Baikal. Hier werden wir kurz stoppen, um einen ersten Blick auf den „verheißenen“ See zu erhaschen. Ziel des Tages sind aber die Berge des Sajan. Wir fahren durch das Tunkinsker Tal immer am Irkut entlang. 85 Kilometer hinter Kultuk führt nach rechts eine Straße ins Gebirge und erreicht nach weiteren 25 Kilometern das Resort Arschan direkt unterhalb majestätischer Berge.

In Arschan beziehen wir ein gemütliches Gasthaus und unternehmen einen ersten Streifzug zum Bodkhidkharma-Tempel. Das Resort wird in ganz Russland gerühmt für seine Thermalquellen, für die vielen Wasserfälle am Lauf der wilden Kyngarga und für seine liebliche Natur.

Übernachtung:  Arschan (Gasthaus)

Essen:                   Frühstück im Hotel, mittags gemeinsam in einem Restaurant, abends individuell (ggf. mit Beratung).

Höhepunkte: Kultuk, Tunkinsker Tal, Bodkhidkharma-Kloster

4. Tag

Wanderung entlang der Kyngarga zu den Wasserfällen im Sajangebirge. Am Nachmittag Baden in einer Thermalquelle.

Wir haben den ganzen Tag Zeit für die unverstellte Natur des Sajan-Gebirges. Wir wandern am wilden Kyngyrga-Fluss entlang hoch ins Gebirge an Stromschnellen und Wasserfällen vorbei. Wieder unten unternehmen wir mit dem Auto einen kurzen Ausflug zu einem Thermalbad direkt am wilden Irkut.

Übernachtung: Arschan (Gasthaus)

Essen:                  Frühstück im Gasthaus, mittags Picknick in den Bergen, abends individuell (ggf. mit Beratung)

Höhepunkte: Kyngyrga-Schlucht, Kyngyrga-Wasserfall, Zhemzhug-Thermalquelle

5. Tag

Fahrt mit dem Bus zum Bahnhof Sljudjanka (1 h 30). Reise mit dem Matanya-Zug auf der ursprünglichen Strecke der Transsibirischen Eisenbahn nach Port Baikal  (5 h 20). Von dort mit der Fähre über den Abfluss der Angara aus dem Baikal nach Listwjanka.

Wir müssen heute nicht allzu früh aufbrechen, werden dafür jedoch erst spät an unserem Bestimmungsort eintreffen. Zunächst geht es mit dem Bus in etwa anderthalb Stunden Fahrt zum Bahnhof Sljudjanka an der Südwestspitze des Baikal, wo montags, donnerstags, freitags und sonntags gegen 14 Uhr der Matanya-Zug hält, der auf der Baikalrundbahn (Krugobaikalskaya) bis zum Angara-Abfluss bei Port Baikal verkehrt. Die Krugobaikalskaya ist eigentlich keine Rundbahn um den See, sondern nur eine Passage an dessen Südwestufer. Dafür allerdings der technisch anspruchsvollste und teuerste Abschnitt der gesamten Transsibirischen Eisenbahn.

Die Bauarbeiten auf der knapp 90 Kilometer langen Strecke begannen im Jahre 1902 und wurden trotz des zeitgleich tobenden Russisch-Japanischen Krieges nahezu planmäßig abgeschlossen. Sämtliches Material musste über den See herangeschafft werden und jeder einzelne Streckenkilometer erforderte etwa eine Wagenladung Sprengstoff. Mit der Errichtung des Irkutsker Staudamms verschwanden die Gleise entlang der Angara allerdings im Wasser, sodass die Strecke zwischen Kultuk und dem Angaraabfluss zur Sackgasse mutierte.

Zunächst sollten die Gleise zurückgebaut werden, was jedoch angesichts ihrer industriegeschichtlichen Relevanz später revidiert wurde. Dies vollkommen zurecht, denn die Baikalrundbahn ist ein einzigartiges Exempel russischer Ingenieurskunst. Die Zahl der Tunnel liegt bei 38 mit einer Gesamtlänge von knapp zehn Kilometern. Der längste ist der Polovinny-Tunnel mit 800 Metern. Daneben werden 18 Galerien, 248 Brücken und 268 Schutzwände durchfahren, was bis heute in ganz Russland ohne Beispiel ist.

Neben der technischen Meisterleistung bietet eine Fahrt mit dem Matanya-Zug atemberaubende Ausblicke auf den Baikal, dessen Buchten und die Gebirge drumherum. Weil die Gleise sehr alt sind und überall Erdrutsche abgehen können, ist die Geschwindigkeit äußerst gering, sodass für die knapp 90 Kilometer mehr als fünf Stunden benötigt werden.

In Port Baikal geht es mit einer Fähre auf die andere Seite des Angara-Abflusses nach Listwjanka, wo unser Bus samt Ihren Koffern warten wird.

Übernachten werden wir in einem gemütlichen Hotel unweit vom Baikalufer.

Übernachtung: Listwjanka (Gasthaus)

Essen:                  Frühstück im Gasthaus, mittags kleiner Imbiss an der Bahnstation Kultuk, abends gemeinsam in Listwjanka.

Höhepunkte: Tunkinsker Tal, Baikalrundbahn, Angara-Quelle

6. Tag

optional: Ausflug ins Freilichtmuseum von Talcy 30 Minuten westlich von Listwjanka. Auf der Rückfahrt Seilbahn auf den Cersky-Berg mit Blick auf den Abfluss der Angara aus dem Baikal.

Wir lassen Ihnen die Wahl. Entweder Sie verlustieren sich in Listwjanka oder aber Sie kommen mit uns ins Freilichtmuseum von Talcy. Der Tag reicht aber locker auch für beides. Bis nach Talcy sind es nur 30 Minuten auf gut ausgebauter Straße immer entlang der Angara. Hier können Sie in malerischer Umgebung die Siedlungsgeschichte Sibiriens und seiner Völker nachvollziehen. Mit originalgetreuen Rekonstruktionen historischer Bauten.

In Listwjanka lohnt sich die Seilbahn auf den Cersky-Berg, von dessen Gipfel sich das gesamte Panorama des Angara-Abflusses mit dem Schamanenstein in dessen Mitte überblicken lässt.

Übernachtung: Listwjanka (Gasthaus)

Essen:                  Frühstück im Gasthaus, mittags individuell (ggf. mit Beratung), abends individuell (ggf. mit Beratung)

Höhepunkte: Freilichtmuseum Talcy, Seilbahn auf den Cersky-Berg, Listwjanka

7. Tag

Wenn möglich, mit dem Schnellboot Kometa auf die Insel Olkhon (4 h). Dort Abholung von der Bucht Zagli und Transfer nach Khuzhir (30 Minuten). Auf dem Weg Stopp am Kap Khargoi. Nach der Ankunft in Khuzhir Besichtigung der Schamanenfelsen.

Wenn das Schnellboot nicht fahren sollte, geht es mit dem Bus auf die Insel bzw. in deren Hauptort Khuzhir (5 h 30).

Olkhon ist eine der größten Binneninseln der Welt und das schamanistische Kraftzentrum ganz Sibiriens. Hier treffen ganz unterschiedliche Landschaftstypen und Vegetationszonen aufeinander. Von der Steppe über die Taiga bis zur Bergtundra. Die Küstenlinie ist schlicht spektakulär.

Das Schnellboot Kometa fährt immer freitags und sonntags und in der Hochsaison auch mittwochs von Listwjanka nach Olkhon. Und zwar schneller als der Matanya-Zug ein paar Tage zuvor. Schon mittags werden sie an der Zagli-Bucht auf der Südseite der Insel ankommen. Die Koffer werden ihnen mit etwas Verspätung ins Quartier nachfolgen.

Vom Anleger im Süden der Insel sind es noch 30 Minuten bis Khuzhir, dem Hauptort Olkhons. Auf dem Weg dorthin werden wir das Kap Khargoy besichtigen, wo eine große antike Steinmauer von der langen Siedlungsgeschichte der Region kündet. Ganz nebenbei erhaschen wir einen ersten Blick auf das Kleine Meer, die vergleichsweise seichte Baikalbucht, welche die Insel Olkhon vom Westufer des Baikal trennt.

In Khuzhir beziehen wir wieder ein Gasthaus und können einen ersten Spaziergang zum Schamanenfelsen unternehmen, dem wichtigsten Heiligtum der Insel.

Übernachtung: Khuzhir (Gasthaus)

Essen:                  Frühstück im Gasthaus, mittags gemeinsam, abends individuell (ggf. mit Beratung)

Höhepunkte: Schnellboot über den Baikal, Kap Khargoy, Schamanenfelsen

8. Tag

Ganztägige Exkursion in den landschaftlich beeindruckenden Norden der Insel Olkhon.

Wir befahren spektakuläre Wege, die sich nur mit geländegängigen Fahrzeugen bewältigen lassen. Es geht zum Felsen der drei Brüder und weiter an die spektakuläre Nordspitze der Insel – die Mys Khoboi. Zurück fahren wir an der Ostküste zum offenen Baikal entlang. Über die Mys Shunte Levy und die Wetterstation Uzur. Die weiten Blicke und insbesondere die spektakulären Küstenabschnitte werden Sie beeindrucken. Mit etwas Glück lassen sich die überaus seltenen Baikalrobben blicken und zum Picknick wird eine kräftige Fischsuppe aus dem endemischen Omul-Fisch gereicht.

Nicht weit vom Mys Khoboi liegt die mit 1.700 Metern tiefste Stelle des Sees. Zugleich ist der Baikal hier besonders breit, sodass wir nur bei äußerst klarem Wetter die Halbinsel Svyatoi Nos auf der anderen Seite erblicken können.

Übernachtung: Khuzhir (Gasthaus)

Essen:                  Frühstück im Hotel, mittags Picknick im Norden der Insel, abends individuell (ggf. mit Beratung)

Höhepunkte: Mys Tsagaan-Khushun (drei Brüder), Mys Khoboi, Mys Shunte Levy, Wetterstation Uzur

9. Tag

optional: Fahrt zur 25 Kilometer nördlich von Khuzhir gelegenen Nyurgan-Bucht mit ihren unendlichen Sandstränden.

Wir lassen Ihnen die Wahl. Gerne laden wir Sie ein, mit uns zur malerischen Nyurgan-Bucht 25 Kilometer nördlich von Khuzhir zu kommen und sich dort bei passendem Wetter Strand- und Badefreuden hinzugeben. Das „Kleine Meer“, welches die Insel vom westlichen Seeufer abschneidet, ist deutlich flacher als der offene Baikal, weshalb sich das Wasser in den Sommermonaten stärker aufheizt als an vielen anderen Baikal-Stränden. Dazu endlose Sanddünen mit vereinzeltem Kiefernbewuchs.

Natürlich können Sie den freien Tag auch dazu nutzen, die Gegend rund um den Hauptort Khuzhir auf eigene Faust zu erkunden.

Übernachtung: Khuzhir (Gasthaus)

Essen:                  Frühstück im Gasthaus, mittags Picknick am Strand, abends individuell (ggf. mit Beratung)

Höhepunkte: Nyurgan-Bucht, Mys Sasa

10. Tag

Rückfahrt nach Irkutsk (5 h).

Nun geht es wieder zurück in die informelle sibirische Hauptstadt. Nach etwa einer halben Stunde erreichen wir mit der Fähre das Festland, weitere vier Stunden später fahren wir in Irkutsk ein, wo wir ein Hotel in der Innenstadt beziehen.

Wenn Sie wollen, können Sie mit uns noch auf einen Ausflug zum Angara-Stausee und dem mittlerweile zum Museum umgestalteten Angara-Eisbrecher kommen. Vor der Fertigstellung der Transsibirischen Eisenbahn fungierte er als Lückenschluss zwischen Irkutsk und der auf der anderen Seeseite gelegenen Siedlung Mysovaya. Die Bauteile dieser eisbrechenden Eisenbahnfähre wurden dereinst aus Großbritannien geliefert und direkt am See zusammengesetzt. Es ist ein Monument des technologischen Pioniergeists an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert.

Den Abend können Sie selbst gestalten, wobei wir Ihnen natürlich behilflich sein werden.

Übernachtung: Irkutsk (Hotel)

Essen:                  Frühstück im Gasthaus, mittags individuell (ggf. mit Beratung), abends individuell (ggf. mit Beratung)

Höhepunkte: Olkhon-Fähre, Angara-Stausee, Angara-Eisbrecher

11. Tag

Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn nach Ulan-Ude (7 h) und dort Besichtigung der Innenstadt.

Früh am Morgen bringen wir Sie mit dem Bus zum Irkutsker Hauptbahnhof am südlichen Ufer der Angara. Von dort führt die Fahrt durch die Höhen des Baikalgebirges bevor bei der Siedlung Kultuk endlich der See erreicht wird. Fast vier Stunden werden sie nun die Südküste des Sees passieren. Anschließend folgen die Gleise dem Lauf des wichtigsten Baikal-Zuflusses – der Selenge – in die burjatische Hauptstadt Ulan-Ude. Wir holen Sie ab, beziehen ein zentral gelegenes, gemütliches Hotel und es bleibt noch etwas Zeit für einen kurzen Streifzug durch die Innenstadt.

Übernachtung:  Ulan-Ude (Hotel)

Essen:                  morgens gemeinsam im Hotel, mittags Versorgung im Zug, abends gemeinsames Abendessen in Ulan-Ude.

Höhepunkte: Transsibirische Eisenbahn, Ulan-Ude

12. Tag

optional: Ausflug zum Kloster Iwolginsk, weiter in ein Dorf der Altgläubigen und ein Streifzug durch die burjatische Hauptstadt.

Morgens geht es mit dem Bus in das nur 30 Minuten entfernt gelegene Kloster Iwolginsk. Dies ist das wichtigste buddhistische Heiligtum innerhalb der Russischen Föderation. Die Geschichte des Mönches Itigilov ist bemerkenswert. In den 1920er Jahren freiwillig meditativ entschlafen, seitdem nicht verwest, mehrfach exhumiert und nun in einer Vitrine im Haupttempel „ausgestellt“. Glaube oder Nicht-Glaube dahingestellt, ist das Kloster inmitten der burjatischen Hügelsteppe ein Highlight jeder Baikal-Reise. Die Anlage ist zwar durchgängig neueren Datums, aber ästhetisch ansprechend gestaltet. In den verschiedenen Tempeln finden sich einzigartige Artefakte traditioneller burjatischer religiöser Kunst. Dazu gehören eindrucksvolle Thangka-Gemälde, Statuen und Seidenstickarbeiten.

Danach machen wir einen Abstecher in den Ort Tarbagatai, der vornehmlich von Altgläubigen bewohnt wird, die die im 17. Jahrhundert erfolgte Reformation der russisch-orthodoxen Kirche nicht akzeptieren.

Zurück in der Innenstadt von Ulan-Ude erschließen wir uns die restlichen Sehenswürdigkeiten zu Fuß. Der riesige Lenin-Kopf vor dem Regierungspalast, die als Fußgängerzone ausgestaltete Lenin-Straße, das Viertel mit der sibirischen Holzbau-Architektur, der obligatorische Siegespark und natürlich der ausgreifende Rynok, wo wir uns für die kommenden Tage am burjatischen Baikal eindecken können.

Übernachtung:  Ulan-Ude (Hotel)

Essen:                  morgens gemeinsam im Hotel, mittags Picknick, abends individuell (ggf. mit Beratung)

Höhepunkte: Kloster Iwolginsk, Altgläubigen-Dorf Tarbagatai, Hodegetria-Kirche, Lenin-Straße, Lenin-Büste, Markt

13. Tag

Fahrt nach Goryachinsk mit Zwischenstopp am Kotokel-Strandsee (2 h 30).

Wir fahren zunächst zum buddhistischen Rinpoche-Tempel hoch über der Stadt und genießen zum letzten Mal die Aussicht auf die burjatische Metropole. Dann weiter zum Baikal. Immer in Richtung Norden ist nach ca. zwei Stunden bei Gremyachinsk der See erreicht. Wir sind nun an der „burjatischen Riviera“, die über 120 Kilometer durch eine gut ausgebaute Teerstraße erschlossen ist. Neben der Interkontinentalen am Südufer die einzige Trasse, die für längere Zeit am See entlangführt.

Unterwegs stoppen wir am Kotokel, dem größten Strandsee des Baikal. Dessen Wasser heizt sich in den Sommermonaten deutlich schneller auf, als der Baikal und lädt somit zum Baden ein, wobei allerdings zunächst ein kleiner Wasserpflanzengürtel überwunden werden muss.

Nach 30 weiteren Kilometern erreichen wir den Thermalbadeort Goryachinsk mit seinen herrlich weiten, kiefernbewachsenen Sandstränden. Wir beziehen eine kleine Bungalowsiedlung, tauchen unsere Füße in eine heiße Quelle und verbringen den Nachmittag am Strand.

Übernachtung:  Goryachinsk (Gasthaus)

Essen:                  Frühstück im Gasthaus, mittags Picknick am Kotokel-See, abends individuell (ggf. mit Beratung)

Höhepunkte: Kotokel-Strandsee, Thermalquelle Goryachinsk

14. Tag

Fahrt über die Thermalquelle von Gusikha nach Ust-Barguzin (2 h).

Wir fahren zunächst etwa 90 Kilometer immer am See entlang, bevor wir kurz vor der Siedlung Ust-Barguzin nach rechts einen Weg in die Berge nehmen, der uns nach 20 weiteren Kilometern auf abenteuerlichen Pisten zur Thermalquelle Gusikha inmitten malerischer Landschaft bringt.

Nach dem Baden geht es zurück zum Baikal, wo wir in Ust-Barguzin unser Feriendomizil beziehen werden. Den Nachmittag können wir an den herrlichen Stränden der Barguzin-Bucht ausklingen lassen.

Übernachtung:  Ust-Barguzin (Gasthaus)

Essen:                  Frühstück im Gasthaus, mittags Picknick an der Thermalquelle, abends individuell (ggf. mit Beratung)

Höhepunkte: Gusikha-Thermalquelle, Barguzin-Bucht

15. Tag

Fahrt auf die Halbinsel Svyatoi Nos (1h 30) und Bootsfahrt zurück nach Ust-Barguzin.

Die Heilige Nase (Svyatoi Nos) ist ein Gebirgsmassiv, welches sich – wie ein Hammer geformt – von Nordost nach Südwest in den Baikal „schlägt“. Der Gebirgszug ist weitgehend identisch mit der Halbinsel. Abgesehen von dem Umstand, dass er mittlerweile durch eine sumpfige Schwemmlandebene mit dem Festland verbunden ist, die – um im Bild zu bleiben – den Griff des Hammers darstellt. Auf der gegenüberliegenden Festlandseite erhebt sich das nicht minder eindrucksvolle Barguzin-Gebirge, sodass die durch die Halbinsel geschaffenen, zwei großen Baikalbuchten in alle Richtungen pittoreske Panoramen zu bieten haben, was vor allem für die Chivyrkuisky-Bucht im Nordosten gilt.

Wir durchqueren über 25 Kilometer direkt am Seeufer die Schwemmlandebene, die das Gebirgsmassiv mit dem Festland verbindet. Um uns herum nisten an den vielen kleinen Lagunen etliche seltene Vogelarten und natürlich halten wir auch mal kurz an. Die Wassertemperatur ist aufgrund des recht flachen Wassers erträglich.

Danach schmiegt sich der Weg an das Bergmassiv und erreicht nach wenigen Kilometern die malerische Chivyrkuisky-Bucht auf der Nordseite der Halbinsel. Heiße Quellen, wilde Ufer und fantastische Aussichten. Am Nachmittag geht es mit dem Boot zurück in unser Quartier nach Ust-Barguzin.

Übernachtung: Ust-Barguzin (Gasthaus)

Essen:                  Frühstück im Gasthaus, mittags Picknick an der Chivyrkuisky-Bucht, abends individuell (ggf. mit Beratung)

Höhepunkte: Chivyrkuisky-Bucht, Arangatui-Lagune, Kurbulik

16. Tag

Fahrt nach Kultushnaya (4h 30).

Vor uns liegt eine lange Fahrt. Zunächst am Baikal entlang, weiter durch die wilde Taiga und schließlich auf die Interkontinentale zwischen Moskau und Wladiwostok respektive Irkutsk und Ulan-Ude. Nach ca. hundert Kilometern am Unterlauf der Selenge erreichen wir bei Kultushnaya den südlichen Baikal. Insgesamt werden wir zwischen vier und fünf Stunden unterwegs gewesen sein.

Kultushnaya ist eine typische Feriensiedlung sowjetischen Typs. Sie liegt unterhalb des Selenge-Deltas und ist durch eine lange Nehrung vom offenen Baikal abgetrennt. Die Wassertemperaturen sind entsprechend mild, was vor allem Familien anzieht.

Übernachtung: Kultushnaya (Gasthaus)

Essen:                  Frühstück im Gasthaus, mittags Picknick am Selenge-Ufer, abends individuell (ggf. mit Beratung)

Höhepunkte: Selenge-Fähre, Kultushnaya

17. Tag

optional: Ausflug zum Kloster Posolskoje und an das Delta der Selenge (1h 30 min).

Sie haben wieder die Wahl. Entspannung am Strand des Posolskojer Haffs oder ein kurzer Ausflug zum Kloster von Posolskoje, welches mit seiner Gründung am Ende des 17. Jahrhunderts eine der ältesten Spuren der russischen Orthodoxie im Osten Sibiriens darstellt. Allerdings ist ein Großteil der historischen Gebäudesubstanz den antireligiösen Ausschreitungen während der Stalin-Ära zum Opfer gefallen und nur einige Bauten wurden nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wieder rekonstruiert.

Das Kloster liegt am Ufer des offenen Baikal mit seinen scheinbar endlosen feinsandigen Stränden. Nach einer kurzen Besichtigung fahren wir noch 15 Kilometer weiter in die Ortschaft Istomino, wo wir einen Eindruck vom riesigen Delta der Selenge erhalten, die sich in hunderten kleinen Flussläufen in den Baikal ergießt. Bitte das Mückenspray nicht vergessen.

Nach Posolskoje sind es 30 Minuten und nach Istomino noch einmal 20. Insgesamt werden wir also nicht mehr als zwei Stunden im Bus unterwegs gewesen sein.

Übernachtung:  Kultushnaya (Gasthaus)

Essen:                  Frühstück im Gasthaus, mittags individuelles Picknick in Posolskoje, abends individuell (ggf. mit Beratung)

Höhepunkte: Posolskoje, Istomino, Selenge-Delta

18. Tag

Fahrt nach Vydrino (2 h).

Nach zwei Stunden entlang des Baikal erreichen wir den Ort Vydrino. Das Flüsschen Snezhnaya mündet hier in den Baikal und Interkontinentale wie Transsibirische Eisenbahn sind weit genug entfernt, um ein ungestörtes Strandvergnügen möglich werden zu lassen.

Es ist unser letzter Stopp am Baikal und zugleich der Abschied von Burjatien, denn unmittelbar hinter der Siedlung endet die Autonome Republik.

Wir beziehen ein gemütliches Gasthaus direkt am Fluss und fahren bei gutem Wetter zu den weiten Sandstränden rechts und links der Snezhnaya-Mündung.

Übernachtung: Vydrino

Essen:                  Frühstück im Gasthaus, mittags individuell (ggf. mit Beratung), abends individuell (ggf. mit Beratung)

Höhepunkte: Vydrino, warme Seen im Khamar-Daban-Gebirge

19. Tag

optional: Fahrt ins Khamar-Daban-Gebirge und zurück (1 h). Hiking und die warmen Seen der Snezhnaya.

Wir laden Sie ein auf eine kurze Hiking-Tour ins Khamar-Daban-Gebirge. Die Fahrt mit dem Bus dauert nur etwa 30 Minuten. Wir stoppen an einigen warmen Seen, die dereinst bei Überschwemmungen der Snezhnaya entstanden sind und deutlich erträglichere Badetemperaturen bieten als der offene Baikal. Weiter geht es noch einige Kilometer flussaufwärts. Dort, wo der Weg endet, parken wir den Bus und unternehmen eine kurze Wanderung durch die grünen Hänge des Khamar-Daban-Gebirges.

Wieder unten können wir uns von der Anstrengung an den weiten Sandstränden des Baikal entspannen.

Übernachtung:  Vydrino (Gasthaus)

Essen:                  Frühstück im Gasthaus, mittags individuelles Picknick in den Bergen, abends individuell (ggf. mit Beratung)

Höhepunkte: Snezhnaya-Seen, Khamar-Daban-Gebirge

20. Tag

Rückfahrt nach Irkutsk (3h 30).

Wir fahren noch einmal anderthalb Stunden am Baikal entlang, bevor wir hinter der Siedlung Kultuk das Baikalgebirge durchbrechen, um nach insgesamt dreieinhalb Stunden Irkutsk zu erreichen. Hier beziehen wir wieder ein Mittelklassehotel, haben noch etwas Zeit für die Stadt bzw. können vor dem für morgen anstehenden Rückflug die letzten Besorgungen erledigen.

Am Abend verabschieden wir uns bei einem gemeinsamen Abendessen im gemütlichen Holzbauviertel Kvartal 130 von Sibirien und von einer hoffentlich eindrucksvollen Reise.

Übernachtung: Irkutsk

Essen:                  Frühstück im Gasthaus, mittags individuell (ggf. mit Beratung), abends gemeinsames Abschiedsessen

Höhepunkte: Holzbauviertel Kvartal 130

21. Tag

Rückflug nach Deutschland

Am Morgen geht der Flieger über Moskau nach Berlin. Aufgrund der Zeitverschiebung gelangen Sie noch am gleichen Tag nach Deutschland.

Grundsätzlich werden wir uns bemühen, eine Verknüpfung der Baikalreisen mit unseren Angeboten in der Mongolei zu ermöglichen. In diesem Falle und Interesse vorausgesetzt, würden Sie mit der Transmongolischen Eisenbahn weiter nach Ulaanbaatar reisen. Der Zug verlässt am sehr frühen Morgen den Hauptbahnhof und erreicht gegen Mitternacht Ulaanbaatar. Alternativ fliegt die kleine private mongolische Aero Mongolia zweimal wöchentlich die gleiche Strecke.

Essen:                  Frühstück im Hotel, ansonsten Versorgung durch die Fluggesellschaft.