Mongolei – der Westen

Hier im Westen erheben sich die höchsten Berge der Mongolei. Ansonsten wird die Region von der Senke der Großen Seen dominiert, die sich durch sehr verschiedenartige Landschaftsformen auszeichnet. Auch die ethnische Vielfalt ist hier ausgeprägter als im Rest des Landes. Das Klima ist extrem kontinental. In der Nähe des Uws-Nuur, des größten Sees der Mongolei, beträgt die Amplitude zwischen dem Winterminimum und dem Sommermaximum knapp hundert Grad Celsius – weltweiter Rekord.

Bayan-Ölgii-Aimak

Die westlichste Provinz der Mongolei gehört mit 45.700 Quadratkilometern zu den kleineren mongolischen Aimaks, zählt aber mit knapp 100.000 Einwohnern zu den bevölkerungsreichsten. Die Bevölkerungsdichte liegt mit 2,17 Menschen pro Quadratkilometer über dem mongolischen Durchschnitt, zumal für ländliche Gebiete außerhalb der Hauptstadt Ulaanbaatar. Großer Unterschied zu allen anderen Aimaks ist die vornehmlich kasachische Besiedlung. Insofern hat Bayan-Ölgii eine Sonderrolle in der ansonsten ethnisch recht homogenen Mongolei. Lange Zeit war die Region aufgrund ihrer Abgeschiedenheit kaum mit dem Rest des Landes verbunden, doch seit einigen Jahren besteht eine durchgehende Asphaltstraße nach Ulaanbaatar.

Ölgii

Das 30.000 Einwohner zählende Ölgii ist das Zentrum der kasachischen Kultur in der Mongolei. Vor der Gründung der modernen Mongolei im Jahr 1911 war es ein kleines kasachisches Dorf. Spätestens seit Bestehen der Mongolischen Volksrepublik ab 1921 wurde aktiv versucht, den Einfluss der kasachischen Kultur und Sprache zurückzudrängen. Im Großen Terror des Jahres 1937 wurde die Zentralmoschee der Stadt zerstört und der Imam ermordet.

Die meisten Gebäude sind zwischen 1950 und 1980 erbaut worden. Da die Stadt weder über die Schiene noch über die Straße mit der Zentralmongolei verbunden war, entwickelte sie sich deutlich langsamer, als andere Aimakzentren. Nach dem Zusammenbruch der Volksrepublik im Jahre 1990 siedelte etwa ein Viertel der kasachischen Bevölkerung ins nahegelegene Kasachstan über. Viele sind jedoch wieder zurückgekehrt, sodass in den vergangenen Jahren ein erheblicher Anstieg der Bautätigkeit zu verzeichnen war. Auch der wachsende Tourismus hat dazu geführt, dass immer mehr Hotels, Läden, Wohnungen und Restaurants entstanden sind.

Mongolisch wird – wenn überhaupt – nur auf einem geringen Niveau beherrscht. Sämtliche Ausschilderungen sind zweisprachig. Analog zu dieser kulturellen Prägung sind die Moscheen der Stadt und der große Zentralmarkt die wichtigsten touristischen Sehenswürdigkeiten. Auf dem Markt kann man sich für Touren in den nahen Altai rüsten. Zudem müssen bei verschiedenen, in Ölgii ansässigen Institutionen Registrierungen vorgenommen und Erlaubnisse eingeholt werden. Das können die Grenzbehörde, die Einwanderungsbehörde oder auch die Verwaltung des Altai-Tawan Bogd-Nationalparks sein.

Die Wirtschaft der Stadt wird dominiert von einer großen Textilfabrik, die die in der Region gewonnene Wolle verarbeitet. Daneben gewinnt der Tourismus an Bedeutung. Jedes Jahr im Oktober richtet Ölgii das Festival der goldenen Adler aus, was das wichtigste kulturelle Highlight der Region darstellt und immer mehr Touristen anzieht.

Das Klima ist etwas weniger harsch als im angrenzenden Becken der Großen Seen. Die Werte erreichen im Winter recht selten die Minus-30-Grad-Marke. Dafür steigen die Temperaturen im Sommer nur selten über 30 Grad. Die meisten Niederschläge fallen in den Sommermonaten, während es im Winter nahezu vollständig trocken bleibt.

Ölgii liegt im Tal des Khovd-Flusses auf etwa 1.700 Metern Höhe. Über eine weitgehend asphaltierte Straße ist die Stadt mit dem russischen Grenzübergang bei Tsagaannuur und in der anderen Richtung mit der Stadt Khovd verbunden. Bis zur russischen Grenze sind es hundert und bis nach Khovd etwas mehr als zweihundert Kilometer. Von Khovd aus ist die Straße nach Ulaanbaatar mittlerweile fast vollständig asphaltiert. Allerdings müssen annähernd 1.800 Kilometer überwunden werden, sodass die Reisezeit im Minimum zwei Tage beträgt. Ölgii verfügt über einen Flughafen mit befestigter Landebahn. Von hier aus werden Flüge nach Ulaanbaatar, Khovd sowie saisonal in die ostkasachische Stadt Öskemen und nach Almaty angeboten.

Ölgii ist das Zentrum der kasachischen Kultur in der Mongolei. Foto: © Nahcamuk

Altai Tawan Bogd Nationalpark

Die fünf Gipfel des Altai – so die direkte Übersetzung aus dem Mongolischen – liegen im äußersten Nordwestzipfel des Landes am Dreiländereck zu Russland und China sowie nur 40 Kilometer von Kasachstan entfernt. Der gleichnamige Nationalpark zieht sich von dort über etwa zweihundert Kilometer an der chinesischen Grenze entlang, überdeckt ein Gebiet von insgesamt 6.300 Quadratkilometern und beherbergt neben den fünf höchsten Gipfeln der Mongolei 34 Gletscher sowie drei größere Süßwasserseen. Von kulturellem Interesse sind die vielfältigen Felsmalereien bzw. einige turkische Grabhügel. Das Gebiet ist den hier lebenden Mongolen, Kasachen und Tuwinern heilig und seit 2011 auch in der Liste des UNESCO-Welterbes vertreten.

Der Nationalpark ist einer der isoliertesten Orte der ganzen Mongolei, einem Land, das angesichts seiner klimatischen, infrastrukturellen und topografischen Besonderheiten ohnehin seinesgleichen sucht. Doch die Mühen der Anfahrt lohnen sich durchaus. Vor allem im Sommer gleichen die Täler des Altai einem unendlichen Farbenmeer aus Wildblumen und Moosen, von denen viele Arten endemisch sind.

Zur Tierwelt gehören Wölfe, Braunbären, Luchse und Rothirsche, das vom Aussterben bedrohte Argali-Wildschaf oder auch der Schneeleopard. Am eindrucksvollsten sind womöglich die großen Raubvögel des Altai. Der Goldene Adler hat eine Schwingbreite von zweieinhalb, der Mönchsgeier gar von drei Metern. Verschiedene seltene Falken- und Adlerarten werden von den hier lebenden Nomaden zu Jagdgehilfen ausgebildet. Für Zugvögel ist die Region ein wichtiger Rastplatz auf ihrem Weg von Sibirien nach Südostasien.

Der Nationalpark wird vor allem von Tuwinern und Kasachen bevölkert. Die tuwinischen Nomaden leben vornehmlich im Tal des Tsagaan-Flusses. Überall sonst dominieren die Kasachen. Deren traditionelle Lebensweise und Kultur sind in diesem entlegenen Zipfel der Mongolei deutlich besser erhalten als in den meisten Teilen Kasachstans selbst. Viele von ihnen haben niemals woanders gelebt. Die Adlerjagd gilt heute als touristisches Highlight, wird aber noch immer zum Zwecke der Nahrungsbeschaffung praktiziert.

Der Nationalpark gliedert sich in zwei Hälften. Im nördlichen Teil liegt das Tawan Bogd-Massiv selbst. Die fünf Gipfel umrahmen den Potanin-Gletscher, der mit knapp 14 Kilometern der längste in der Mongolei ist. Unweit des Basislagers für den Aufstieg zum Khuiten-Gipfel erhebt sich inmitten einer beeindruckenden Landschaft der Tawan Bogd Ovoo. Diese schamanistische Steinpyramide mit ihren atemberaubenden Ausblicken wird alle fünf Jahre in einer wiederkehrenden Zeremonie vom jeweils amtierenden mongolischen Präsidenten besucht, um für das Wohlergehen des Volkes zu beten. Einige Kilometer südöstlich davon finden sich am Sheveed-Berg und in den umliegenden Felstälern jahrtausendealte Felsmalereien. Vor dem Eingang zum Nationalpark liegt im Tal des Tsagaan-Flusses unweit der russischen Grenze ein Areal mit einer noch größeren Vielfalt solcher Petroglyphen.

Mit dem Auto sind es etwa fünf Stunden reine Fahrzeit bis zu einem der beiden Parkeingänge im Norden des Geländes. Bis dahin müssen zwar 120 Kilometer auf unbefestigten Pisten zurückgelegt werden, doch auf der Fahrt verkürzen etliche eindrucksvolle Aussichten die Zeit. Gäste, die explizit das Tawan Bogd-Massiv ansteuern, nutzen nördlich von Tsengel den Canyon des Tsagaan-Flusses und fahren diesen bis zur Rangerstation entlang.

Zum südlichen Teil wird man dem Canyon des Khovd-Flusses folgen. Kurz nach der Einmündung eines kleineren Nebenflusses führt eine Brücke über den Khovd, wo eine Rangerstation den Eingang zum Nationalpark markiert. Ab dort windet sich die Piste noch einige Kilometer durch die Berge ehe sie das Nordufer des Khurgan-Sees erreicht und an diesem entlang bis zum Khoton-See führt. Die drei Süßwasserseen im südlichen Teil des Parks (Khoton-, Khurgan- und Dayan-See) sind durch natürliche Kanäle miteinander verbunden. Zwischen dem Khoton- und dem Khurgan-See quert eine kleine Brücke den Verbindungskanal und ermöglicht so eine Fahrt auf die südlichen Seeseiten. Hier liegt die Rangerstation Syrgyl, von der aus sich die Täler in die Grenzregion nach China erschließen lassen – mit eindrucksvollen Wasserfällen und antiken Steinstatuen aus turkischer Zeit.

Der Potanin-Gletscher im Altai-Tawan-Bogd-Massiv. Foto: © Altaihunters

Der Altai-Tawan-Bogd-Nationalpark bietet nahezu keine Infrastruktur, ist extrem dünn besiedelt und topografisch sehr anspruchsvoll. Er ist Heimat einiger Raubtierarten, liegt bereits im Tal auf mehr als 2.000 Höhenmetern und besitzt keinerlei hygienische Einrichtungen. Selbst erfahrene Alpinisten und anderweitige Abenteurer sind gehalten, ihre Touren gut zu planen und vorzubereiten. Innerhalb des Parks gibt es keine Einkaufsmöglichkeiten, sodass sämtliche Verpflegung mitgebracht werden muss. Süßwasser ist in den Seen, Flüssen und Bächen ausreichend vorhanden, sollte jedoch vor dem Verzehr gefiltert und abgekocht werden. In jedem Fall lohnt es sich, erfahrene lokale Tourengeher im Voraus um Rat zu fragen und sich bei der Nationalparkverwaltung registrieren zu lassen. Möglichst aktuelle Landkarten helfen bei der Orientierung. Das nächste Krankenhaus in Ölgii ist selbst am Parkausgang im Minimum sechs Fahrstunden entfernt.

Aufgrund der langen Anreise und der vielfältigen Möglichkeiten ist es empfehlenswert, einige Nächte innerhalb des Parks zu verbringen. Allerdings gibt es keinerlei feste Unterkünfte. Grundsätzlich sollte man die Nähe zu den tuwinischen und kasachischen Nomaden suchen, die in den Tälern des Parks leben. Entweder man kommt im eigenen Zelt oder in einer Jurte unter. Im ersteren Fall sollten die Nomaden im Voraus um ihr Einverständnis gebeten werden, welches sie im Regelfall freundlich erteilen. Im letzteren Fall empfiehlt es sich, einige Geschenke mitzubringen und auch für das Essen etwas beizusteuern. Grundsätzlich sollten bei einer individuellen Reise Nahrungsmittel und Ausrüstungsgegenstände bereits in Ölgii besorgt und in den Park mitgenommen werden.

Da sich der Nationalpark in unmittelbarer Nähe zu Russland und China befindet, muss eine spezielle Grenzerlaubnis beigebracht werden. Für den Eintritt in den Park ist nur die Genehmigung für die chinesische Grenze vonnöten. Man erhält sie im Büro der Grenzpolizei in Ölgii. Die Berechtigung für die russische Grenze muss nur vorgelegt werden, wenn man tatsächlich den Khuiten-Uul, also den höchsten der fünf Gipfel direkt im Dreiländereck besteigen will. Zudem wird an den Eingängen des Parks ein Nationalparkausweis fällig, der schon in Ölgii im dortigen Besucherinformationszentrum, aber auch an den Rangerstationen vor Ort erworben werden kann.

Diejenigen, die sich den Park auf eigene Faust erschließen wollen, sollten die nötige Erfahrung aufweisen und ausreichend ausgestattet sein. In den meisten Fällen wird es Sinn machen, sich auf die Dienste lokaler Reiseagenturen zu verlassen. Mittlerweile werden insbesondere in den Sommermonaten vielfältige Touren angeboten. So kann man den niedrigsten der fünf Gipfel erklimmen und von dort eine Trekkingtour zu den drei Seen unternehmen. Übliche Fortbewegungsmittel sind das Pferd und/oder die eigenen Beine, manchmal auch das Mountainbike. Die Klettersaison geht über das ganze Jahr. Allerdings sollten sich nur erfahrene Bergsteiger im Winter an die Gipfel des Altai wagen. Vier der fünf höchsten Gipfel können auch im Sommer nur mit professioneller Ausrüstung und entsprechender Ausbildung erstiegen werden. Der 4.050 m hohe Malkhiin Uul hingegen ist auch für versierte Laien ohne Ausrüstung machbar.

An den fischreichen Seen und Flüssen bieten sich mit entsprechender Genehmigung Angelausflüge an. In der eisfreien Zeit zwischen Juni und September werden auf dem Tsagaan- und dem Khovd-Fluss Wildwassertouren durchgeführt.

Verlässt man sich auf eine Agentur, wird diese für eine angemessene mobile Unterkunft in Zelten oder Caravans sorgen. Es ist auch möglich, eine Nacht in einer Jurte der kasachischen Nomaden regelrecht zu buchen. Wie überall sollte man sich dort auf einen äußerst einfachen Standard einstellen, was insbesondere für die Hygiene gilt.

Am 21. und 22. Juli findet jährlich das Altai Nomaden Festival statt. Zwischen dem Khoton- und dem Khurgan-See präsentieren die Bewohner der Region ihre Traditionen und Bräuche.

Im Herbst und Winter kann man die einzigartige Tradition der Greifvogeljagd miterleben. Natürlich werden auch Skitouren angeboten, doch man sollte sich bewusst sein, dass Lifte oder ähnliche Hilfsmittel nicht vorhanden sind. Immerhin macht es die Topografie des Parks möglich, vom höchsten Gipfel der Mongolei (Khuiten-Peak) über den Potanin-Gletscher bis ins Basiscamp zu fahren.

Tsambagarav National Park

Der knapp 4.200 Meter hohe Tsambagarav ist der dritthöchste Berg der Mongolei. Er befindet sich im äußersten Osten des Bayan-Ölgii-Aimaks an der Grenze zum Uws- bzw. zum Khovd-Aimak. Der umgebende Nationalpark bietet eine ähnliche Varietät von Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten wie der Tawan Bogd-Park, ist jedoch etwas einfacher zu erreichen und erfordert keine spezielle Registrierung für ein Grenzgebiet. Von Ölgii führt eine weitgehend befestigte Straße bis fast heran den Park. Die Fahrzeit beträgt etwa drei Stunden.

Der Tsambagarav-Nationalpark ist mit knapp tausend Quadratkilometern vergleichsweise klein. Der Gipfel selbst lässt sich nur mit entsprechender Ausrüstung erreichen, doch einige kleinere Berge des Massivs können problemlos erwandert werden. Nördlich des Tsambagarav-Gipfels liegen einige Gletscher sowie von denen ausgebildete Seen. Unweit des Blue Wolf-Jurtencamps lässt sich ein sieben Meter hoher Wasserfall bestaunen. Von kulturellem Interesse sind einige Petroglyphen und verschiedene Grabhügel aus turkischer Zeit.

Im Park leben vor allem kasachische Nomaden sowie Angehörige des mongolischen Stammes der Uriankhai. Im Sommer werden auch Touristen Schlafplätze angeboten, wofür ein angemessenes Entgelt erwartet wird. Auch im Tsambagarav Nationalpark gibt es keinerlei Infrastruktur an festen Behausungen, Straßen, Läden oder hygienischen Einrichtungen. Was man braucht, sollte man mitbringen. Wenn man die Gastfreundschaft der Nomaden nicht beanspruchen möchte, wird ein Zelt nötig. Im Sommer finden sich im Blue Wolf-Jurtencamp einige Schlafplätze. Zudem bieten einige Agenturen aus dem Aimakzentrum Ölgii Touren in den Park an. Die typischen Aktivitäten sind Bergwandern, Angeln und Klettern.

Der Tsambagerev-Gipfel im gleichnamigen Nationalpark. Foto: © Altaihunters

Uws- und Khovd-Aimak (Senke der Großen Seen)

Der Uws-Aimak beherbergt auf einer Fläche von 70.000 Quadratkilometern knapp 90.000 Menschen, was einer Bevölkerungsdichte von 1,3 Einwohnern pro Quadratkilometer entspricht. Im südlich angrenzenden Khovd-Aimak leben auf 76.000 Quadratkilometern etwa 85.000 Menschen, also 1,1 Einwohner pro Quadratkilometer. Der Uws-Aimak soll in den kommenden Jahren über eine durchgehend asphaltierte Straße ans 1.400 Kilometer entfernte Ulaanbaatar angebunden werden. Der Khovd-Aimak bzw. die gleichnamige Hauptstadt verfügen bereits über eine solche Trasse, die nach 1.500 Kilometern in der mongolischen Hauptstadt endet. Im Gegensatz zum westlich anschließenden Bayan-Ölgii-Aimak werden die beiden Provinzen mehrheitlich von Mongolen bewohnt, im innermongolischen Vergleich sind sie aber noch immer recht heterogen, was für die signifikante Minderheit der Kasachen gilt, aber auch für die Vielzahl der mongolischen Stämme.

Naturräumlich markieren die beiden Aimaks ziemlich genau die Senke der Großen Seen, ein großes, abflussloses Becken im Westen der Mongolei, das eingerahmt wird im Norden vom Tannu Ola-Gebirge an der russisch-mongolischen Grenze, im Westen vom Mongolischen Altai, im Süden vom Gobi-Altai und im Osten vom Khangai-Gebirge. All die genannten Bergketten weisen Maximalhöhen von 3.000 bis 4.400 Metern auf. Das Becken dazwischen liegt auf 750 bis zu 2.000 Höhenmetern. In der Mitte findet sich ein kleinerer Höhenzug, der das Gebiet in zwei etwa gleich große Teile gliedert. Der absolut überwiegende Teil der Senke gehört zur Mongolei. Nur sehr kleine Teile im äußersten Norden liegen bereits in der Russischen Föderation. Die Gesamtfläche beträgt etwas mehr als 100.000 Quadratkilometer, womit die Senke in etwa so groß ist wie die Fläche der Neuen Bundesländer. Der Name rekurriert auf sechs Seen in diesem Gebiet. Uws-, Khyargas- und Dörgön sind salzig, Khar-Us-, Khar- und Airag bestehen aus Frischwasser. In der ansonsten sehr trockenen Landschaft weisen die Feuchtgebiete in den Uferzonen eine bemerkenswerte biologische Vielfalt auf, sind unter anderem wichtige Rastplätze für den jährlichen Vogelzug.

Die Senke der Großen Seen liegt etwa auf halbem Wege zwischen dem geografischen Mittelpunkt Asiens bei der tuwinischen Hauptstadt Kyzyl sowie dem kontinentalen Pol der Unzugänglichkeit im chinesischen Hoxtolgay. Letztere Einheit beschreibt jenen Ort, der am weitesten von einem Meer oder Ozean entfernt liegt. Aus dieser Lage ergibt sich ein extrem kontinentales Klima, was zusätzlich durch die spärliche Vegetation und durch das Mikroklima einer Senke verstärkt wird. In der Nähe von Ulaangom, der Hauptstadt des Uws-Aimaks, wurden Temperaturunterschiede zwischen minus 58 und plus 47 Grad Celsius gemessen, was hinsichtlich der Amplitude weltweit den absoluten Höchstwert darstellt. Diese extremen klimatischen Bedingungen spiegeln sich auch in der Vegetation wider. Am Uws-See trifft die nördlichste Wüste der Welt auf die südlichste Tundra. Nirgendwo sonst auf dem Globus prallen diese beiden Vegetationsformen aufeinander. Die wichtigsten Flüsse der Region sind der Zavkhan, der Tes und der Khovd, die alle in einen der sechs Seen münden. Somit fließt keinerlei Wasser aus der Senke ab.

Politisch entfällt das Areal vornehmlich auf die Aimaks Uws, Khovd, Zavkhan und Gobi-Altai. Hinzu kommen kleinere Gebiete der zu Russland gehörenden Autonomen Republik Tuwa. Die mit Abstand größten Städte in dieser äußerst dünn besiedelten Region sind Ulaangom und Khovd mit jeweils etwa 30.000 Einwohnern.

Die Senke der Großen Seen vom All aus betrachtet.

Ulaangom

Die Stadt geht auf frühe Getreideplantagen zurück, die bereits Ende des 17. Jahrhunderts hier angelegt wurden. Als Gründungsdatum wird das Jahr 1686 vermutet. 1871 wurde das Dechinravjaa Kloster gegründet, womit die Region zu einem wichtigen Zentrum des mongolischen Buddhismus avancierte.

In neuerer Zeit ist Ulaangom bekannt als Geburtsort mehrerer sozialistischer Führer. Der bekannteste unter ihnen ist Jumdshagiin Tsedenbal, von 1952 bis 1974 Premierminister und danach bis 1984 Staatspräsident der Mongolei. An ihn erinnert ein Monument direkt vor dem Gebäude der Aimakverwaltung.

Neben den typischen, im sowjetischen Stil gehaltenen, repräsentativen Gebäuden eines Aimakzentrums lohnt insbesondere der Ulaan Uul im Süden der Stadt eine Besichtigung. Der „rote Felsen“ ist ein beliebtes Ausflugsziel und ermöglicht einen schönen Ausblick über die Stadt, die umliegenden Berge und bei gutem Wetter bis zum Uws-See.

Ulaangom liegt zwischen den fast 4.000 Meter hohen Kharkhiraa-Bergen im Südwesten und dem Uws-See im Nordosten. Beide Ziele befinden sich etwa 30 Kilometer entfernt. Diese Lage macht die Stadt zu einem guten Ausgangspunkt für Reisen in die Region. Verkehrlich ist sie vergleichsweise gut erschlossen.

Befestigte Straßen führen an einen bilateralen Grenzübergang zur russischen autonomen Republik Tuwa bei Khandagaity (ca. 110 Kilometer), an den Khyargas-See und weiter in den Zavkhan-Aimak (ca. 140 Kilometer zum Nordufer des Khyargas) sowie in das benachbarte Aimakzentrum Khovd (ca. 240 Kilometer). Von Ulaangom bis nach Ölgii sind es etwas mehr als 300 Kilometer. Die ersten 30 Kilometer sind noch asphaltiert, danach muss weitgehend auf unbefestigten Wegen die knapp 200 Kilometer lange Distanz bis zur Straße zwischen Ölgii und der russischen Grenze überbrückt werden, die bei Tsagaannuur erreicht wird. Von dort sind es in nördlicher Richtung noch 40 Kilometer bis zu einem multilateralen Grenzübergang und gen Süden etwa 70 Kilometer ins Aimakzentrum Ölgii. Die am Khyargas-See vorbeiführende Straße ist bis zum Ort Khum asphaltiert. Danach müssen etwa 250 Kilometer auf einer Piste überwunden werden, bevor die befestigte Straße anschließt, die über Tsetserleg nach Ulaanbaatar führt. Insgesamt sind es 1.400 Kilometer bis nach Ulaanbaatar – ein Weg, für den mindestens drei Tage kalkuliert werden sollten.

Alternativ verfügt Ulaangom über einen recht modernen Flughafen mit befestigter Landebahn. Hier werden regelmäßige Flüge nach Ulaanbaatar angeboten.

Khovd

Noch mehr als Ulaangom ist Khovd das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum der Region. Für mongolische Verhältnisse erscheint die Stadt vergleichsweise wohlhabend und geordnet. Es gibt ein Theater, ein Museum und sogar zwei Universitäten. Fast 2.000 Studenten leben hier. Neben der Viehwirtschaft haben sich einige Betriebe der Nahrungsmittel- und der textilverarbeitenden Industrie angesiedelt.

Khovd liegt am Ufer eines kleinen Flusses und auf einer Höhe von 1.700 Metern im Übergang zwischen der Senke der Großen Seen und den Bergen des Hochaltai. Die Vegetation ist spärlich, allerdings sind es nur wenige Kilometer bis zum Khar-Us-Süßwassersee und den Feuchtgebieten an seinen Ufern.

In Khovd lohnen ein großes Theater, das Aimak-Museum, der Kinderpalast und das Stadion einen Besuch. Das Theater wurde jüngst renoviert. Im Aimak-Museum werden Nationaltrachten, Silberfunde, Porzellan, Steingut, Edelsteine und Instrumente ausgestellt. Das Stadion ist im Sommer Austragungsort der größten „Naadam-Spiele“ der Westmongolei.

Ein großer Freiluftmarkt bietet gute Einkaufsmöglichkeiten, um sich für Touren in die Region zu rüsten.

Im Gegensatz zum benachbarten Ölgii wird Khovd vornehmlich von Mongolen besiedelt. Diese gehören verschiedenen Stämmen, wie den Khalkha, den Zakhchin, den Torguud und den Uriankhai an. Die größte nichtmongolische Ethnie ist die der Kasachen mit einem Anteil von etwa 15 Prozent.

Wie in der gesamten Senke der Großen Seen ist auch in Khovd das Klima außerordentlich herausfordernd. Im Winter fällt das Thermometer nicht selten unter minus 30 Grad, im Sommer sind Temperaturen um die 40 Grad nicht ungewöhnlich. Die meisten Niederschläge fallen zwischen Juni und August. Zwischen Oktober und April ist es nahezu durchgängig trocken.

Khovd ist über eine asphaltierte Straße von Ulaanbaatar aus zu erreichen. Insgesamt müssen allerdings fast 1.500 Kilometer überwunden werden. Kurz vor Khovd zweigt eine ebenfalls asphaltierte Verbindung zur chinesischen Grenze ab. Der Grenzübergang Bulgan gol/Takashikenzhen ist 500 Straßenkilometer entfernt. Diese Station ist auch für Drittstaatler geöffnet, sodass ein Übertritt in die Autonome Provinz Xinjiang und den chinesischen Altai möglich ist. In Richtung Nordwesten liegt die westlichste Provinz der Mongolei, Bayan-Ölgii. Nach 150 Kilometern Schotterpiste zwischen Khovd und dem Tolbo-sum schließt eine asphaltierte Straße an, die über Ölgii an die russische Grenze führt. Die letzten 40 Kilometer vor dem Grenzübergang Tsagaannuur/Tashanta sind allerdings wieder nur mit Schotter befestigt. Auch diese Grenzstation ist für Drittstaatler geöffnet, sodass man von hier die zu Russland gehörende Autonome Republik Altai und in der weiteren Folge die sibirische Metropole Nowosibirsk erreichen kann. Von Khovd bis zur russischen Grenze sind es etwa 300 Streckenkilometer.

Nicht weit hinter der Stadt erheben sich die Berge des mongolischen Altai, an deren Fuß einige Jurtencamps Übernachtungen für Touristen anbieten.

Uws Nuur

Der Uws-Nuur ist der größte See der Mongolei – mit 3.350 Quadratkilometern etwa um ein Viertel größer, als der Khovsgol und mehr als sechsmal so groß wie der Bodensee. Im Vergleich zum Khovsgol weist der Uws allerdings eine geringere Wassertiefe von nur 20 Metern auf und besitzt damit ein deutlich kleineres Volumen. Das Wasser ist salzig und damit für die Versorgung der hier lebenden Nomaden bedeutungslos. Der wichtigste Zufluss ist der aus Osten kommende Tes. Einen Abfluss gibt es nicht. Im äußersten Nordosten des Sees etwas nördlich der Tes-Mündung gehört eine kleine Ecke zur russischen autonomen Republik Tuwa. Dieser Anteil beziffert sich jedoch auf lediglich zwölf Quadratkilometer, was 0,3 Prozent der Gesamtfläche entspricht.

Die Uws-Nuur-Senke deckt den nördlichen Teil der Senke der Großen Seen ab und nimmt eine Fläche von etwas mehr als 70.000 Quadratkilometern ein. Die Begrenzung zum südlichen Teil wird vom Khan-Khukhin-Nuruu-Gebirgszug gebildet, dessen höchste Erhebung der Khan-Khukhin-Orgil mit 2.938 Metern ist.

Das gesamte Umfeld des Sees ist 2003 zur ersten UNESCO-Welterbestätte auf dem Boden der Mongolei ernannt worden (mittlerweile gibt es derer fünf). Die Landschaftsformen sind ausgesprochen vielfältig. Man findet auf relativ engem Raum Wüsten, Tundra, Gletscher, ausgedehnte Schilfgürtel, Taiga, Bergwiesen, Steppen und Bergsteppen. Flora und Fauna zeichnen sich durch eine enorme Biodiversität aus. Es finden sich sowohl sibirisch-europäische als auch asiatisch-mongolische Arten. Beispiele sind das Sibirische Reh, das Altai-Königshuhn, der Kaspische Rothirsch, Vielfraße oder auch die letzten Schneeleoparden der Welt. Zudem leben mehr als 350 Vogelarten in der Senke des Uws Nuur. Trotz des Aberglaubens der Nomaden, dass es im Uws Nuur keine Fische gibt, ist die Artenvielfalt auch unter Wasser beträchtlich. Andernfalls würden wohl kaum riesige Kormoran-Kolonien an den Ufern des Sees lagern. Grundsätzlich hat sich das Gebiet aufgrund seiner landschaftlichen Abgeschiedenheit und des seit einigen Jahrzehnten verstärkten politischen Schutzes zum Rückzugsort vieler bedrohter Tierarten entwickelt.

Auch kulturell ist die Region von Interesse. Rund um den Uws-See liegen mehr als 40.000 archäologische Stätten, deren Schätze von den vielfältigen Zivilisationen künden, die in diesem Gebiet siedelten – beginnend mit den Skythen, später den Türken, den Hunnen, den Mongolen oder den Timuriden. Bemerkenswert sind die vielen Grabhügel, die teilweise deutlich älter sind als die ägyptischen Pyramiden. Verschiedene Felszeichnungen und Steinpyramiden lassen Rückschlüsse auf reiche buddhistische Tempel und mittelalterliche Siedlungen zu, die dereinst hier existierten.

Heute rekrutiert sich die Bevölkerung rund um den Uws Nuur vor allem aus tuwinischen Mongolen. Es gibt nahezu keine Industrie. Fast alle Familien engagieren sich in der Viehwirtschaft und leben im Einklang mit der sie umgebenden Natur.

Aufgrund seiner isolierten Lage und der schwierigen Erreichbarkeit ist der Uws-See im Bewusstsein der Bevölkerung deutlich weniger präsent als beispielsweise der Khovsgol-See. Zudem sind die Ufer oft schlammig und verschilft, weshalb es bislang an touristischen Angeboten mangelt. Ausgangspunkt aller Aktivitäten ist das Aimakzentrum Ulaangom, wo eine hinreichende Infrastruktur an Hotels, Ärzten, Tankstellen und Einkaufsmöglichkeiten besteht. Von dort sind es etwa 30 Kilometer bis zum See. Allerdings gibt es keine befestigten Wege. Am einfachsten zu erreichen ist das Westufer, wo vor einigen Jahren auch ein Jurtencamp errichtet wurde. Bei Übernachtungen dort muss man sich in den Sommermonaten auf eine Vielzahl von Mücken einstellen.

Südwestlich von Ulaangom liegt der mehr als 4.000 Meter hohe Gebirgszug des Kharkhiraa Turgen. An seinem Fuße findet sich ein weiteres Jurtencamp, von dem aus Wanderungen auf den Gipfel möglich sind. 250 Kilometer östlich von Ulaangom kann mit dem Altan Els die nördlichste Sandwüste der Welt besichtigt werden. Allerdings ist die Anreise auf unbefestigten Wegen äußerst beschwerlich.

Khyargas- und Airag-See

Der Khyargas-See ist mit knapp 1.500 Quadratkilometern der viertgrößte See der Mongolei. Es ist ebenfalls ein Salzsee, der allerdings über einen kleinen Kanal mit dem südöstlich anschließenden Airag-Süßwassersee verbunden ist. Mit maximal 80 Metern ist der Khyargas-See deutlich tiefer als der Uws-See. Zumindest von Ulaangom aus ist die Anreise vergleichsweise einfach. Eine durchgehend asphaltierte Straße führt direkt an den See und weiter an dessen Nordufer entlang. Nach etwa 150 Kilometern aus Ulaangom und in etwa der Mitte des Nordufers liegt das Mon-Tuwa-Jurtencamp.

Hat man den See passiert, führt eine Piste an dessen Ostufer Richtung Süden. Man erreicht nach etwa 40 Kilometern eine kleine Halbinsel zwischen dem salzigen Khyargas-See im Norden und dem deutlich kleineren Airag-Süßwassersee im Süden. Im Khyargas-See erhebt sich der enorme Khetsu-Felsen aus dem Wasser. Direkt daneben bietet das Jurtencamp Unterkünfte für Touristen an. Die Vegetation geht hier bereits in Halbwüste über, weshalb sich nebenan am süßen Airag-See ein Großteil der lokalen Tierwelt einfindet. Gespeist wird letzterer vom Zavkhan, einem der größten Flüsse der Region.

Rund um die beiden Seen liegen einige natürliche Thermalquellen.

Khyargas-See

Der Khyargas-See ist der drittgrößte der Mongolei. Foto: © BogomolovvPL

Üüreg-See

Dieser See ist nicht der größte, doch bestimmt einer der schönsten Seen der Mongolei. Er ist nahezu kreisrund mit einem Durchmesser von etwa 20 Kilometern und an allen Seiten umgeben von mehr als 3.000 Meter hohen Bergen. Der Üüreg liegt etwa 90 Kilometer westlich von Ulaangom. Nach 40 Kilometern muss die asphaltierte Straße verlassen werden, um die restlichen 50 Kilometer auf einer Piste zu überwinden. Der Weg in Richtung Tsagaannuur führt direkt an der Südseite des Sees vorbei.

Etwa zehn Kilometer südlich des Sees liegen zwei antike Grabmale turkischen Ursprungs. Unmittelbar in deren Nähe bietet ein Jurtencamp Übernachtungsmöglichkeiten für Touristen. Auch an der Nordseite findet sich ein solches Camp. Zehn Kilometer entfernt fällt das Wasser eines kleinen Flusses in 14 Kilometer langen Kaskaden von den Bergen herab in den See.

Khar-Us-, Khar- und Dorgon-Nuur

Der Khar-Us-See ist flächenmäßig der drittgrößte See der Mongolei. Er ist allerdings im Durchschnitt nur zwei und im Maximum vier Meter tief, sodass die Landschaft eher an ausgeprägte Marschen als an einen See erinnert. Sein Hauptzufluss ist der Khovd, über den das Schmelzwasser aus dem mongolischen Altai in den See entwässert. An seiner Mündung bildet der Fluss ein breites Delta aus. Aufgrund der sumpfigen Landschaft ist der Khar-Us-See schwer zugänglich. Am ehesten lässt sich die Südspitze erreichen, da hier die asphaltierte Straße zwischen den Aimakzentren Khovd und Altai entlangführt. Dort befindet sich ein kleiner Aussichtsturm. Nicht weit davon liegt in südlicher Richtung eine antike Mauer, die während der Herrschaft Dschingis Khans errichtet worden sein soll.

Im kleinen Ort Dorgon an der Nordostseite des Sees befinden sich ein kleines Kloster und nicht weit davon entfernt ein Jurtencamp. Diese Orte lassen sich über die Straße zwischen Khovd und Ulaangam erreichen. Von dort zweigt eine Piste ab, die etwa 50 Kilometer durch unwegsames Gelände bis an den Abfluss des Khar-Us-Sees führt. Dieser stellt die Verbindung zum Khar-See dar, der wiederum in den salinen Endsee Dörgön entwässert.

Für die kommenden Jahre ist der Bau einer asphaltierten Straße am Nordufer der Seen Khar-Us und Khar entlang sowie weiter bis ins Zentrum des benachbarten Zavkhan-Aimaks, Uliastai, geplant. Damit würde sich die Erreichbarkeit der Region deutlich verbessern.