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Ostwärts Reisen

Über die Hügel Podoliens in die Steppen der Südukraine

Wie jedes Jahr wieder eine sommerliche Hilfsfahrt in die Ukraine. Dieses Mal jedoch mit einem etwas anderen Zuschnitt, denn ich wollte nicht nur Hilfsgüter bringen, sondern auch Infos sammeln, weil ich meine Reiseveranstaltung künftig um Touren in die Ukraine erweitern möchte. Von Berlin war ich nach Lemberg gefahren und hatte mir in der Folge die Karpaten erschlossen. Nun ging es weiter nach Podolien und in die Zentralukraine.

Czernowitz in der Bukowina

Czernowitz ist die Hauptstadt der historischen Region Bukowina. Früher ein multikultureller Raum mit Juden, Ukrainern, Polen, Deutschen, Ungarn, Rumänen, Roma und Russen, ist er heute recht homogen ukrainisch besiedelt. Die Stadt liegt in den östlichen Ausläufern der Karpaten im Übergang zum podolischen Hügelland. Der Weg dorthin war noch einmal schwierig, weil eine Landstraße gesperrt war und die Umleitung über weitgehend unbefestigte Pisten geführt wurde. Das grobe Kopfsteinpflaster in Czernowitz war im Vergleich dazu eine regelrechte Erleichterung.

Die ehrwürdige Universität von Czernowitz.

Höhepunkt von Czernowitz ist die ehrwürdige Universität mit ihrem repräsentativen Campus. Gegründet in der Mitte des 19. Jahrhunderts als die Bukowina von den Habsburgern kontrolliert wurde, war sie dereinst rein deutschsprachig, danach rumänisch und wurde schließlich von den Sowjets übernommen. Heute studieren 14.000 Menschen in einer bemerkenswerten architektonischen Kulisse, die den Glanz vergangener Zeiten atmet. Um Studium und Lehre nicht zu stören, darf der Campus nur zu bestimmten Zeiten in Führungen erkundet werden, aber nach ein wenig Flehen und Betteln hatte mir der Pförtner dann doch zehn Minuten für ein paar Fotos der Außenanlagen gegeben.

Eine mächtige Burg und ein überraschend hübsches Städtchen

Eigentlich wollte ich in Czernowitz übernachten, doch es war erst Nachmittag und es konnte nicht schaden, wenn ich bei meinem ambitionierten Programm ein paar Kilometer gutmachte. Nachdem ich noch ein wenig durch die – allerdings nicht sehr eindrucksvolle – Innenstadt von Czernowitz gerannt war, fuhr ich weiter zur Burg von Khotyn. Nach einer Stunde im Skoda erhob sich hoch über den Windungen der Dnister eine majestätische Wehranlage. Leider waren die Burgtürme und die oberen Zinnen gesperrt, doch bereits auf der Zuwegung ergaben sich eindrucksvolle Sichten. Nachdem der Pruth durch Czernowitz floss, breitete sich unter der Burg von Khotyn die Dnister aus. Von kleineren Ausnahmen abgesehen sind dies die beiden Flüsse, die die Ost- und die Westgrenze der Republik Moldau definieren. Ich war also schon ein gutes Stück vorangekommen und merkte das an den vielen rumänischsprachigen Sendern in meinem Autoradio.

Die mächtige Burg von Khotyn hoch über der Dnister.

Eine Dreiviertelstunde hinter Khotyn lag die Großstadt Kamjanets-Podilsky, wo wieder eine Burg zu besichtigen war. Die Anlage selbst war weniger beeindruckend als jene in Khotyn, bestach aber durch ihre liebevolle Atmosphäre. Im Hof konnte man sich im Bogenschießen auf Putin-Porträts üben, sich zu Schaschlik und Bier niederlassen oder Andenken erwerben. Highlight war aber der Blick von den Zinnen auf die sich im Hintergrund erhebende Skyline von Kamjanets-Podilsky. Ich hatte diese Pracht bei einer mir bis dato vollkommen unbekannten Stadt nicht erwartet. Herrlich gelegen auf einer felsigen Anhöhe, die fast vollständig vom kleinen Fluss Smotrytsch in seinem 60 Meter tiefen Tal umschlossen war. In der Innenstadt fanden sich einige hübsche Kirchen, Wohnbauten und Restaurants. Kriegsbedingt war nicht alles auf dem neuesten Stand, gab es zwischendrin die eine oder andere Brache, waren einige Häuser verfallen und viele Hotels geschlossen, doch das hatte hier definitiv touristisches Potential.

Check-in im Hostel und ein erster Unfall

Ich wollte mir in der Innenstadt was für die Nacht suchen, doch bei der einen Adresse traf ich niemanden an und das andere Hotel war geschlossen. Bei einem kleinen Gasthaus etwas vor der Burg an der Straße wurde ich dann fündig. Zwar etwas außerhalb, doch ich hatte ja den Skoda. Ich fragte nach einem normalen Zimmer, doch die Inhaberin wollte mich offenkundig unbedingt im angeschlossenen Hostel unterbringen. Ich sei dort der einzige Gast, hätte alles für mich, sogar eine Terrasse und müsste nur umgerechnet zehn Euro für die Nacht bezahlen. Ich entgegnete, dass ich mir auch 30 Euro für ein Zimmer leisten könne, doch weil das keinen Balkon hatte, ging ich auf das freundliche Angebot der Wirtin ein.

Kamjanets-Podilsky war eine überraschend schöne Stadt.

Es müffelte etwas und das Klo war zum Hocken gedacht und in den Boden eingefasst, was ich aus Japan und dem Mittelmeerraum kannte, aber überhaupt nicht mochte, doch immerhin hatte ich endlich was gefunden, stand auch der Skoda sicher im Hof. Die Inhaberin erzählte mir, dass sie in Tadschikistan geboren sei und dass ich bitte auch dorthin Touren anbieten möge. Ich sagte ihr, dass Zentralasien tatsächlich ein großes Ziel für die kommenden Jahre sei und dass ich individuell reisende Gäste schon jetzt dorthin bringe. Sie war ein unfassbar freundlicher Mensch. In der Ukraine hatte sie in der Oblast Lugansk gelebt, wurde aber vertrieben, als die Russen schon 2014 erstmals Gebiete in der Ostukraine okkupiert hatten. Ihr Mann sei an der Front, während sie und die Tochter das kleine Gasthaus managten. Sie hatte sich bei all diesen Schilderungen eine große Fröhlichkeit und Offenheit erhalten, wofür ich sie aufrichtig bewunderte.

Essen sollte ich in der Innenstadt in Daniel‘s Pizzeria. Die hätten nicht nur Pizza, sondern auch ukrainische Küche. Ich hatte in Google.maps allerdings nur Daniel`s eingegeben, sodass ich zunächst zu einer Herrenschneiderei gleichen Namens gelangte, was mir aber die Gelegenheit gab, zu erkennen, dass sich die hübschen Ecken von Kamjanets-Podilsky nicht auf Burg und Altstadt beschränkten. Insbesondere die Brücke über die tiefe Schlucht des Smotrytsch war spektakulär.

Die Pizzeria hatte ich dann doch noch gefunden. Die Wirtin hatte recht gehabt. Das Angebot war reichlich, lecker und günstig, der Service zuvorkommend. Gleich nebenan wollte ich in einem kleinen Supermarkt Sachen für die morgige Fahrt einkaufen, wobei ich mir an einem Schild gar heftig den Kopf stieß. Vermutlich war es sogar eine Platzwunde und ich hatte großes Glück, dass der Riss oben über die Glatze reichte und die Schwerkraft dabei half, das Blut drinnen zu behalten. Zurück in der Unterkunft wurde ich von der Wirtin mit antibakteriellen Tüchern und einer Mullbinde verarztet. Überhaupt hatten sich die Missgeschicke in den vergangenen beiden Tagen gehäuft. Mal hatte ich mein Handy in der Unterkunft vergessen, mal das Portemonnaie im Restaurant, dann konnte ich an einem der vielen Checkpoints meinen Pass nicht finden, entdeckte ihn erst nach schreckgeplagter Suche zwischen einigen der Kartons im Kofferraum. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass das hier nicht länger gutgehen würde, zumal ich mich dauerhaft um meinen Skoda sorgte.

Die Burg von Medzhybysh hatte ich exklusiv für mich.

Die Burg Medzhybysh hoch über dem Südlichen Bug

Ziel des Tages war die Stadt Uman in der Zentralukraine. Auf dem Weg dorthin wollte ich mir die Burg Medzhybysh und die Stadt Winnytsia erschließen. Bis zur Burg waren es zwei Stunden auf hervorragender Straße. In den Karpaten mag es die eine oder andere Zumutung gegeben haben, doch insgesamt war ich überrascht vom guten Zustand der ukrainischen Straßen, vor allem der Fernstraßen, auf denen man sicher und schnell vorankam.

Medzhybysh war ein unbedeutendes Dorf, über dem allerdings eine mächtige Burg thronte. Ich hatte Sorge, dass man hier überhaupt reinkam, denn ich war weit und breit der einzige Mensch, doch die Tür war offen und dahinter kümmerte sich das Personal rührend um mich. Sie hatten ja auch sonst nix zu tun. Zunächst sollte ich in einem Seitengang die Ausstellung zur Geschichte der Region besichtigen, dann im hinteren Bereich der Burg das Museum über den Holodomor, den Hunger-Genozid am ukrainischen Volk, erkunden, dann in die Kellergewölbe ganz vorne im Areal und schließlich auf einen der Burgtürme. Ich tat wie geheißen. Vor allem das Holodomor-Museum hatte es in sich. Die Schilderungen und Bilder waren äußerst anschaulich, wobei sich mir fast die Magengrube umdrehte, wenn etwa eine Mutter ihr totes Baby isst. Nach der Zwangskollektivierung wurden in den 1930er Jahren fünf bis zehn Millionen Ukrainer in den Hungertod getrieben. Eine Politik, die gezielt die Auslöschung der ukrainischen Identität im Sinn führte und die bis zur Unabhängigkeit der Ukraine vollkommen totgeschwiegen wurde.

Die Kellergewölbe waren nicht sehr interessant, doch mit abenteuerlich zusammengezimmerten Leitern hatte man den Aufstieg auf den Burgfried ermöglicht. Ein fantastischer Sommermorgen. Nach Theiß, Pruth und Dnister blickte ich nun auf den Südlichen Bug, der mich heute und morgen begleiten würde und der in einem gemeinsamen Mündungstrichter mit dem Dnipro ins Schwarze Meer mündet.

Kathedrale der heiligen Verklärung in Winnytsia.

Die Heimat von Petro Poroschenkos Süßwaren-Imperium

Anderthalb Stunden hinter der Burg von Medzhybysh war mit Winnytsia ein wichtiges Regionalzentrum erreicht, wobei ich kurz vor der Einfahrt in die Stadt von der Polizei gestoppt wurde. Ich tat erstmal so, als ob ich nichts verstünde und gab mich ahnungslos, doch als er den Google-Übersetzer anschaltete, gab ich den Widerstand auf. Meine Freunde aus der Ukraine hatten mir in den vergangenen Jahren große Angst vor den horrenden Strafen bei Verkehrsdelikten gemacht, doch 340 Griwna – umgerechnet sieben Euro – erschienen mir dann doch recht mild für die vorgeworfene Geschwindigkeitsübertretung von 40 km/h.

In Winnytsia wollte ich mir zunächst das Schloss anschauen, doch das war wegen Renovierung geschlossen. Dann also in die Innenstadt, die vor allem mit ihrem prächtigen Boulevard auftrumpfte. Rechts und links davon fanden sich einige schöne Plätze, Kirchen und Parks, doch insgesamt habe ich schon beeindruckendere Städte gesehen. Am Ufer des Südlichen Bug hat der Süßwaren-Konzern Roshen eine Promenade angelegt. An den Abenden werden hier prächtige Wasserspiele mit Musik abgehalten. Die Promenade endet am ehemaligen Burgberg. Die Burg ist zwar nicht mehr erhalten, doch dafür thront eine riesige ukrainische Flagge samt Mahnmal auf der Anhöhe.

Roshen-Promenade in Winnytsia.

Roshen wurde in den 1990er Jahren von Petro Poroschenko gegründet, der vor Wolodymyr Selenski als Präsident der Ukraine amtierte. Der Unternehmensname wurde aus seinem Nachnamen abgeleitet. Man streiche nur die ersten und die letzten beiden Buchstaben und schon hat man’s. Bereits vor der vollumfänglichen Invasion wurde Poroshenko wegen Hochverrats angeklagt, weil er zusammen mit einem pro-russischen Politiker den Kauf von Kohle aus dem Donbass organisiert haben soll. Das Verfahren läuft. Poroschenko ist zwar auf freiem Fuß, darf aber die Ukraine nicht verlassen. Seine Süßwarenfabriken gehören nach wie vor ihm, laufen gut und vertreiben ihre Produkte mittlerweile auch international.

Ein herrlicher Park und ein heiliger Rabbi

Nach Uman waren es noch einmal etwas mehr als zwei Stunden Fahrt. Ein Mittelzentrum mit knapp 80.000 Einwohnern, welches in der Innenstadt selbst nicht allzu viel zu bieten hatte, darüber hinaus aber mit zwei Höhepunkten ersten Ranges aufzuwarten wusste. Zunächst einmal der Sofyivka-Park im Norden der Stadt, den ich als erstes ansteuerte. Ein polnischer Adliger hatte hier am Ende des 18. Jahrhunderts einen Landschaftsgarten anlegen lassen. Und zwar als Geschenk an seine Frau Sofia, weshalb er auch nach ihr benannt wurde. Die Motive und kulturellen Anleihen stammten allesamt aus der griechischen Welt. Von den Göttern und Helden der Mythologie bis zu den großen Philosophen der Antike. Ich hatte wie immer keine Zeit, mir alles en detail zu erschließen, rannte nur wild herum, sog Infos auf und machte Fotos, doch selbst aus diesem allzu überhasteten Augenschein schien mir dies eine der schönsten menschengemachten Landschaftskulissen, die ich je gesehen hatte. Nicht zu Unrecht bewirbt sich Uman mit dem Park für den Titel des UNESCO-Welterbes.

Eine der schönsten Parklandschaften, die ich je gesehen habe.

Noch spannender war das zweite Highlight der Stadt. Rabbi Nachman war am Ende des 18. Jahrhunderts der Begründer der Breslov-Schule, einer überaus populären Lehre des chassidischen Ostjudentums. Bereits kurz nach seinem Tod im Jahre 1810 setzte eine regelmäßige Wallfahrt ein. Jedes Jahr zum jüdischen Neujahrsfest Rosh Hashana strömten hunderte bis tausende seiner Anhänger aus allen Teilen Osteuropas, später auch aus den USA und aus Palästina nach Uman, um am Grab zu beten. Die Tradition endete vorläufig mit dem Sieg der Bolschewiki in der Oktoberrevolution. Einige schafften es in diesen Zeiten illegal nach Uman. Wurden sie aber aufgegriffen, drohte Verbannung oder Tod. In den 1930er Jahren wurden einige chassidische Juden von Stalin zu einer Wallfahrt eingeladen, tappten in die Falle und wurden allesamt umgebracht oder in die Verbannung geschickt. Nach Stalins Tod lockerte sich die Politik ein wenig, doch aus dem Ausland war es noch immer fast unmöglich, ans Grab des heiligen Rabbi zu gelangen.

Wilde Party alljährlich zu Rosh Hashana

Ab 1991 war die Ukraine frei und unabhängig. Seitdem wurde die Tradition wieder aufgenommen, stieg die Zahl der Pilger jährlich an. Vor Pandemie und Krieg sollen es bis zu 50.000 gewesen sein und auch jetzt noch wird mit mehreren zehntausenden Besuchern gerechnet. Rabbi Nachman hatte dereinst gepredigt, dass man dem Schicksal mit Fröhlichkeit und Gesang begegnen solle und so ereignet sich in Uman alljährlich eine riesige, mehrere Tage lang andauernde Party, nehmen die Pilger reichlich Alkohol und auch andere Substanzen zu sich, was nicht immer auf das Wohlwollen der ukrainischen Nachbarn stößt. Israel unterstützt die Ukraine offiziell nicht militärisch, doch im Januar dieses Jahres erlaubte Netanjahu über den Umweg der USA die Lieferung von 90 Patriot-Abfangraketen. Als Dank dafür, dass die Pilger auch in Kriegszeiten weiter willkommen sind.

Rabbi Nachman-Synagoge in Uman.

Es war nicht Rosh Hashana, weshalb ich überrascht war, wie viele orthodoxe Juden rund um die Synagoge mit dem Grab präsent waren. Das gesamte Viertel schien fest in ihrer Hand, erinnerte mich stark an Mea Sharim, das größte orthodoxe Viertel in Jerusalem, welches ich vor Jahren mit ein paar Freunden besucht hatte. Überall Schläfenlocken, Hüte, Bärte, schwarze Anzüge, weiße Hemden, Kordeln etc. Fast nur Männer auf den Straßen, kaum Frauen. Kleidung und Gesichter oft nicht sehr gepflegt. Brillen mit enorm dicken Gläsern, weil man sich beim möglichst nahen Lesen der Torah die Augen verdorben hatte. Eine eigentümliche Welt, die mir als Außenstehendem nicht sehr gastfreundlich erschien.

Am Grab des Rebbe

Aber natürlich wollte ich in die Synagoge und bestmöglich auch ans Grab. Am Eingang wies mich ein griesgrämiger ukrainischer Pförtner mürrisch ab und fragte, wo meine Kippa sei. Ich antwortete, dass ich keine hätte und fragte, wo man eine kaufen könne. Dann griff er in einen Beutel setzte mir eine auf den Kopf und sagte mir, dass ich sie ja wieder zurückbringen solle. Fotos waren das nächste Problem, denn ich war zutiefst eingeschüchtert von der Atmosphäre an diesem Ort und von den streng dreinblickenden Mienen allüberall.

Hinter mir das Grab von Rabbi Nachman.

Am Ende nahm ich allen Mut zusammen und fragte einen der Gläubigen. Ich hatte Glück, denn es schien jemand von Rang zu sein. Er ließ mich wissen, dass ich so viele Fotos machen könne, wie ich wolle, es sei denn, es war Sabbat, aber der war heute nicht. Ich bekam eine persönliche Führung. Von der Terrasse der Synagoge wurde mir die Zelt-/Bungalow-Stadt gezeigt, wo schon bald zwischen dem 22. und dem 24. September die Massen nächtigen werden. Dann führte er mich ins Allerheiligste zum Grab des Rabbi und erklärte mir, wie ich da zu beten hätte. Und schließlich hat er mich vor dem Grab auch noch fotografiert. So kann man sich täuschen.

Vor der Synagoge fragte ich einen der wenigen Ukrainer nach einem guten Hotel in der Stadt. Hier sei alles viel zu teuer, wurde mir beschieden, weshalb ich seinem Mercedes ins Stadtzentrum folgen solle. Er lieferte mich beim Check-in eines in der Tat äußerst akzeptablen Mittelklassehotels ab und gab mir ein paar Tipps für den Abend. Mein Zimmer war riesig und ausgestattet mit einem üppigen Balkon. Abends ließ ich es mir in einem hervorragenden georgischen Restaurant schmecken. Der Tag hätte hier in Uman nicht besser enden können.

Der zentrale Platz in Uman.

Noch ein paar Tipps zum Schluss

In Czernowitz und Kamjanets-Podilsky ist die moldauische Nordgrenze nicht weit. Besonders pittoresk ist dort das Städtchen Mohyliw-Podilsky, gelegen an der Dnister noch auf ukrainischer Seite.

Um die Verkehrspolizei in der Ukraine muss man sich nicht sorgen. Man hält an, hört freundlich zu, was man falsch gemacht hat, und bezahlt gleich vor Ort per Karte die Einheitsstrafe von 340 Griwna (sieben Euro). Sie stehen fast immer nur in Siedlungen, kaum auf offener Strecke.

Podolien gehört zu den schönsten Kulturlandschaften der Ukraine, wobei man sich das Oblastzentrum Khmelnizky getrost schenken kann. Schöner ist es in Winnytsia und vor allem in Kamjanets-Podilsky.

Dank der guten Schnellstraße ist Uman auch als Tagesausflug von Kyjiv oder Odesa denkbar. Von beiden Städten aus dauert die Fahrt etwa drei Stunden pro Richtung.

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